Als am 14. April 2022 vor der Küste der Ukraine im Schwarzen Meer ein russisches Kriegsschiff immer mehr Schlagseite bekam, versuchte Moskau zunächst noch zu kalmieren. Es war von einem „Brandunfall” die Rede, wenig später sank dann das Flaggschiff der russischen Schwarmeerflotte allerdings. Die „Moskwa” war Geschichte – versenkt durch die ukrainische Armee.

In den Tagen, Wochen und Monaten danach wurde nach Erklärungen für den Untergang des russischen Kriegsschiffes gesucht. Dabei stellten sich viele Fragen und Variablen: Wie konnte die Ukraine die „Moskwa” orten und angreifen? Welche Mittel halfen den Ukrainern dabei? Hatten sie beim Angriff Unterstützung? Und war die Attacke von langer Hand geplant oder „nur” ein Resultat glücklicher Umstände?

Da war die Welt der „Moskwa“ noch in Ordnung

Wir haben im vergangenen Jahr schon kurz nach der Versenkung in Zusammenarbeit mit Experten eine erste Analyse des Untergangs der „Moskwa” erstellt. In der Zwischenzeit haben sich allerdings einige neue Erkenntnisse ergeben, die wir nun nachfolgend zusammenfassen wollen.

Beginnen wir mit unserer neuen Analyse am besten wenige Stunden nach dem Angriff, am Vormittag des 14. April, als die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti vermeldete, dass der Brandherd eingedämmt und die Explosion der Munition gestoppt sei. Der Kreuzer „Moskwa” bleibe demnach schwimmfähig, die Besatzung sei evakuiert und Maßnahmen getroffen, um den Kreuzer in den Hafen zu schleppen.

Noch am selben Tag vermeldeten allerdings das russische Verteidigungsministerium und die Staatliche Russische Nachrichtenagentur TASS, dass der Kreuzer „nach einer Munitionsexplosion infolge eines Feuers” einen Schaden am Rumpf erlitten habe und während des Abschleppens „in schwerem Sturm” gesunken war.

„During the towing of the Moskva cruiser to the designation port, the ship lost stability due to hull damage, sustained during the detonation of ammunition because of a fire. Amid the heavy storm, the ship sank.“

Russische Nachrichtenagentur TASS am 14. April 2022

Sowohl allgemein zugängliche Wetterapps, als auch Berichte anderer Schiffe sowie Fotos und Videos der „Moskwa” kurz vor ihrem Untergang zeigen allerdings keinen „schweren Sturm” und keine Hoch/Tiefdruckwirbel und beweisen eindeutig, dass es auf dem Schiff gebrannt hat.

@Archiv
Die Beschädigungen am Rumpf der stark in Rauch gehüllten „Moskwa” sind klar zu erkennen.

Zu der oben beschriebenen Darstellung passte dann auch nicht, dass am Tag danach im russischen Staatsfernsehen der Untergang des Schiffes als „Casus Belli” – also als Kriegsgrund – bezeichnet wurde und daher der Status der „Militärischen Spezialoperation” entsprechend zu ändern wäre.

Bezeichnend ist übrigens ein Detail am Rande: Die Toten der „Moskwa” gelten im offiziellen Russland bis heute nicht als Kriegsgefallene und deren Hinterbliebene haben daher keinen Anspruch auf die ausgelobten Entschädigungszahlungen für Gefallene im Rahmen der „Militärischen Spezialoperation” (Moskaus offizielle Bezeichnung des Angriffskrieges in der Ukraine).

@Ukraine State Border Guard Control
Kapitän Kuprin bemängelte wenige Wochen vor der Versenkung der „Moskwa” deren schlechten Bereitschaftsstatus.

Bericht des Kapitäns Anton Kuprin vom 10. Februar 2022
Das Russische Verteidigungsministerium bestätigte am 28. April immerhin offiziell den Tod des Kommandanten der „Moskwa”, Kapitän des 1. Ranges Anton Walerjewitsch Kuprin. Natürlich unbestätigt blieb der Ende April durchgesickerte und mit 10. Februar 2022 datierte Bericht über den mangelhaften Bereitschaftsstatus der „Moskwa”, den Kuprin gezeichnet hatte.

Natürlich, wie auch bereits in unserem Beitrag vom 26. April des vergangenen Jahres geschrieben, ist bei Schiffen oder Systemen dieser Größenordnung immer irgendwo mit Defekten oder Störungen zu rechnen. Aus gutem Grund haben derartige Schiffe daher Instandhaltungseinrichtungen und entsprechendes Personal organisch in ihre Strukturen integriert. Allerdings führt der 14 Tage vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine erschienene Bericht Probleme an diversen Systemen an, die eine Betreuung durch den Hersteller benötigen.

Von wesentlicher Bedeutung sind dabei insbesondere die erwähnten Defekte an den Flugabwehreinrichtungen. Die Frage ist, ob durch die im Bericht beschriebenen Einschränkungen, die theoretischen Fähigkeiten der „Moskwa” zu ihrer Verteidigung in der Nacht von 13. auf 14. April 2022 auch in der Praxis zur Verfügung standen.

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Der Admiralty Trilogy Chat
Die Admiralty-Trilogie hat sich als Familie verwandter Simulationen, die die taktische Seekriegsführung im späten 19., 20. und 21. Jahrhundert abdeckt, unter Experten einen Namen gemacht. Der Chat geht in der Folge zur Versenkung der „Moskwa” auf alle dafür verantwortlichen Aspekte ein – bis hin zu einer schriftlichen Schadensanalyse und vielen weiteren Bereichen:

  • Die Entwicklungsgeschichte des „Projekts 1164 Atlant Cruiser” und seine ursprüngliche Zielsetzung.
  • Die Luftraumüberwachungskapazitäten des Kreuzers und seine damit in Zusammenhang stehende Aufgabe im Zuge des Angriffs auf die Ukraine.
  • Das ukrainische R-360 Neptun Anti-Schiff-Lenkflugkörper-System und die beiden einzigen Zielerfassungssystems der Ukrainer, die in der Lage gewesen wären das Schiff zu entdecken – das mobile Mineral-U-Küstenradarsystem und die Bayraktar TB-2-Drohne.
  • Die NATO Aktivitäten im Schwarzen Meer,
  • das Einsatzgebiet der „Moskwa” und
  • den technischen Zustand der „Moskwa” sowie
  • eine Bewertung der im Bericht von Kapitän Kuprin gemeldeten Besatzung.

Der Chat geht dann auf den Angriff selbst ein stellt dabei einen Zusammenhang der Erkenntnisse aus dem Kuprin-Bericht mit den Fotos der getroffenen „Moskwa” her. Sowohl das Top Dome-Radar, welches das Zielfolgesystem für das weit reichende Flugabwehraketensystem S-300F darstellt, als auch die als Pop Group bekannte Radaranlage für Mittelbereichs-Flugabwehrraketensystem Osa-MA befanden sich, zum Zeitpunkt als die Fotos der getroffenen „Moskwa” gemacht wurden, in Ruhestellung.

In diesem Zusammenhang müssen dann auch die Schäden am Schiff genauer betrachtet werden. Die „Moskwa” hat durch die vermeintlichen Treffer – also die von russischer Seite behauptete Explosion von Munition – und den Brand ihren Antrieb verloren. In diesem Bereich des Schiffes befinden sich die Magazine für die AK-630-Revolverkanonen des Nahbereich-Abwehrsystems, aber auch der vordere und der hintere Maschinenraum und dazwischen die elektrische Schaltzentrale und die Schadenskontrolle.

Der Admiralty Trilogy Chat beschäftigt sich intensiv mit dem Layout der Antriebs- und Schadenskontrolleinrichtungen. Ein Großschadensereignis – und das hat dort zweifellos stattgefunden – und der gesamte Antrieb und mit ihm auch Elektrik und Hydraulik fällt aus. Was aber hätte nach dem Schaden die erwähnten Radaranlagen wieder in Ruhestellung fahren sollen, wenn das alles ausfällt. Das Hangar-Tor für den Bordhubschrauber – viel zu schwer um manuell bewegt zu werden – blieb halboffen stehen. Ein mögliches Indiz somit, dass der Bericht über den Bereitschaftsstatus der „Moskwa” kein Fake war.

@Ukrainska Pravda
So stellt sich die Redaktion der „Ukrainska Pravda” bildlich die Versenkung der „Moskwa” vor.

Die Einbindung der USA/NATO
Unbestritten ist, dass die USA/NATO entlang ihrer Ostgrenze und auch im Bereich des Schwarzen Meeres intensive Aufklärung betreibt und diese Daten auch der Ukraine zur Verfügung stellt. Zur Absicherung der NATO-Schwarzmeeranrainer bietet das Bündnis alles auf, was gut und teuer ist. Kampfflugzeuge natürlich und Elitetruppen wie die US 101st Airborne am Boden. Und eine breite Palette an leistungsfähigen luftgestützten Aufklärungselementen. AWACAS starten von Geilenkirchen aus, Lockheed P-3 Orion und EP-3E Aries II von Kreta aus und unbemannte Höhenaufklärer vom Typ RQ-4 Global Hawk sowie Boeing P-8 Poseidon von Sizilien aus, wie auf Flightradar immer wieder eindeutig zu sehen ist.

Dass Informationen über die Position des Schiffes von der NATO an die Ukraine übermittelt wurden kann als sehr wahrscheinlich angenommen werden. Pentagon Pressesprecher John Kirby hat aber bestritten, dass die USA „Zieldaten” („specific targeting information”) an die Ukraine geliefert hätten und dass die USA in die Entscheidungsfindung der Ukraine, die zum Angriff führte, eingebunden gewesen wären.

Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte der ukrainische Geheimdienst den Einsatz des Kreuzer „Moskwa” im Meer registriert. Und Kiew schickte eine Anfrage an das europäische Geheimdienstzentrum der NATO, um die Anwesenheit „eines bestimmten Objekts” an einem bestimmten Ort zu bestätigen. Der NATO-Geheimdienst soll die Koordinaten der des Kreuzers darauf hin bestätigt haben und Ukrainska Pravda schreibt weiter „Mehrere Bayraktar-Drohnen lenkten die Flugabwehr der ,Moskwa’ ab. Parallel dazu wurde auf die, von einem US Seefernaufklärer P-8 Poseidon erhaltenen, Koordinaten zwei Neptun Lfk abgefeuert.”

@Ukrainian Navy
Die Bayraktar TB2 ist eine für mittlere Höhen und lange Flugdauer ausgelegte Kampf- und Aufklärungsdrohne.

Bayraktar TB-2
Auch immer wieder erwähnt wird die unbemannte Aufklärungs- und Kampfdrohne Bayraktar TB-2. Zwar ist die Reichweite und Schlagkraft ihrer Waffen nicht geeignet für die Bekämpfung großer Schiffe wie der „Moskwa”, eine wesentliche Bedeutung könnten bei der Versenkung aber die Sensorkapazitäten der TB-2 gehabt ahben. Wie diverse Aufnahmen zeigen, ist der Wescam MX-15D in der Lage gute Bilder aus 20, 30 oder 40 Kilomentern Entfernung zu liefern. Jedenfalls ausreichend um die „Moskwa” aus großer Distanz zu identifizieren und so konkret die Position zu ermitteln, mit der Anti-Schiff Lfk mit ihrem Radar das Schiff finden könnten.

Das Wetter
Mitte Dezember wird dann ein weiteres Detail bekannt: Ukrainska Pravda berichtet, dass das Wetter den Ukrainern geholfen habe, die Position der „Moskwa” zu bestimmen. Eine anomale Radar-Wellenausbreitung – eine sogenannte „troposphärische Schlauchübertragung” (Ducting)kann auftreten, wenn eine „Inversionswetterlage” vorliegt. Mit anderen Worten: die Wolken hängen tief und es gibt markante Temperaturschichten in der Atmosphäre. Und genau das war am 13. April im Schwarzen Meer zwischen Odessa und Sevastopol der Fall. Die Radarwellen sollen von Wolken und Meer reflektiert worden sein und damit die Erfassung der „Moskwa” über den Radarhorizont hinaus ermöglicht haben, wie das auch früher schon bei anderen Schiffen und Gelegenheiten der Fall war.

Sollten Sie das jetzt für „Jägerlatein” halten: das bekannte Phänomen der „Fata Morgana” beruht auf ähnlichen Voraussetzungen – nur eben im Bereich der optischen Wellenlänge.

EMP-Waffen: Die etwas andere nukleare Bedrohung

Das Neptun-Anti-Schiff-Lenkflugkörpersystem (Lfk)
Nach russischer Lesart war es ja nur ein Brand, der zum Untergang der „Moskwa” führte. Alle anderen Quellen sprechen aber unisono von zwei Neptun-Anti-Schiff-Lfk. Basierend auf der alten Ch-35/SS-N-25 Switchblade stellte die Ukraine das System, nach fast zehnjähriger Entwicklung, praktisch mit Kriegsbeginn in Dienst.

Eine auf den Meter exakte Position, um zielgenau zu treffen, benötigen solche Lenkflugkörper beim Start jedenfalls nicht. Sie werden einfach in den angenommenen Seeraum gefeuert und suchen dort mit ihrem Bordradar selbst nach dem Ziel. Ob die Lenkflugkörper in der Lage sind auf Basis des Radarechos ein Ziel zumindest zu klassifizieren, und gegebenenfalls auch zu identifizieren, ist unbekannt. Technisch machbar sind solche Lösungen heute jedenfalls. Ebenso unbekannt ist, ob der Lenkflugkörper über einen Datenlink verfügt, um im Flug von externen Quellen weitere Zielinformationen zu bekommen. Auch das wäre heute technisch kein Problem.

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Die beiden Lenkflugkörper sollten nach gängiger Lehrmeinung des „Salvenmodells” kaum eine Chance haben die Abwehr der Moskva zu durchbrechen – ein weiteres Indiz für defekte Systeme.

Auf Basis des „Salvenmodells” lässt sich übrigens noch eine weitere interessante Theorie ableiten: Die Berechnung der erforderlichen Salvengrößen, um die Abwehrkapazitäten bekannter Ziele zu überfordern und einen sicheren Treffer zu landen, ist quasi das 1×1 der Raketensoldaten. Und der Abwehrschirm einer voll einsatzbereiten Slava-Klasse ist mit nur zwei Lenkflugkörpern nach Lehrmeinung nicht zu durchbrechen. Diese Systeme wurden gebaut um beispielsweise Harpoon und Exocet-Raketen abzuwehren. Wenn aber nur zwei Neptun Raketen von den Ukrainern abgefeuert wurden, dann liegt die Annahme nahe, dass der Ukraine der schlechte Zustand des Schiffes eventuell bekannt war. Denn andernfalls hätten die Ukrainer zwei Raketen abgefeuert, im Wissen, dass keine realistische Aussicht auf Erfolg besteht – und diese wertvollen Verteidigungsressourcen somit bereits mit dem Feuerbefehl „verschwendet”. Auch sollten zwei je 150 Kilogramm schwere Gefechtsköpfe ein Schiff von 11.500 Tonnen letztlich nicht zum Sinken bringen.

@ArchivDie Ursachen für die enormen Schäden an der „Moskwa” wären somit nicht nur in den beiden Gefechtsköpfe mit je 150 Kilogramm zu suchen, sondern auch bei der Munition für die 30-mm-Revolverkanone Backbord und – offenbar ein wesentlicher Faktor für den schweren Brand an Bord der „Moskwa” – der Resttreibstoff der beiden Neptun-Lenkflugkörper. Mit jedenfalls weniger als der Hälfte der maximalen Reichweite sollen die beiden Lenkflugkörper die „Moskwa” getroffen haben. Damit kann man von etwa 200 bis 300 Kilogramm Kerosin für die beiden MS-400 Marschtriebwerke der Neptun-Lfks ausgehen. Zusammen mit den Treffern auf Höhe Antrieb- und Schadenskontrolle war die Crew offensichtlich nicht mehr im Stande Herr der Lage zu werden.

Zusammenfassung
Es gibt eine Vidoe-Aufnahme, datiert mit 10. April, die den Kreuzer „Moskwa” beim Verlassen des Hafens Sevastopol zeigt. Sowohl ukrainische als auch US-Quellen bestätigen, dass es zwischen ihnen am 13. April 2022 Kommunikation betreffend Anwesenheit und Position der „Moskwa” im Schwarzen Meer gegeben hat.

@Archiv
Ein Blick auf den Feuerleitstand der Neptun-Batterie.

Unklar ist, aus welcher Quelle die spezifischen Positionsdaten stammen auf Basis derer die Ukraine zwei Neptun-Anti-Schiff-Lfk auf eine Position etwa 120 Kilometer südlich Odessa abgefeuert hat. Mögliche Quellen dafür sind ein US-Seefernaufklärer P-8 Poseidon, welcher sich zu der Zeit im rumänischen Luftraum befand, ukrainische Drohnen des Typs Bayraktar TB-2 sowie das Mineral-U-Radar der Neptun-Batterie in Verbindung mit einer inversiven Wetterlage.

Die erste bekannte Meldung, dass die „Moskwa” getroffen ist und brennt, stammt vom  13.April 2022 um 20.30 Uhr.

Letztlich blieb die Meldung unbestätigt, weil Russland offiziell weiterhin einen Unfall als Verlustursache angibt, es dürfte aber zwei Treffer Backbord Mitte gegeben haben. In diesem Bereich befindet sich wie erwähnt das Magazin für die Munition der 30-mm-Maschinenkanone, der Hauptmaschinenraum, die zentrale Schadenskontrolle und der Hauptstromverteiler des Schiffes.

Bestätigt, sowohl von offiziellen russischen Quellen, als auch mit Bildern, ist ein schwerer Brand mit Rauchspuren über die ganze Länge des Rumpfes. Ebenso die Evakuierung des Schiffes.

Die ersten veröffentlichten Koordinaten auf Basis eines SAR (Radar) Satelliten vom 13. April 2022 um 18.52 (UTC+3.00) lauten 45°10′43.39″N 30°55′30.54″E. Diese Position ist etwa 150 Kilometerm südlich von Odessa und 90 Kilometer östlich der Schlangeninsel.

Die „Moskwa” wurde anschließend in Schlepp genommen und sank – laut russischen Quellen aufgrund stürmischer See – am 14. April 2022. Das Wrack liegt 50 bis 60 Meter tief auf Position 44°56′ N 31°44′ E.

Der einzige von Russland bestätigte Tote der Besatzung ist der Kapitän Anton Walerjewitsch Kuprin. Darüber hinaus galten per Ende April 2022 offiziell 27 Besatzungsmitglieder als vermisst. Die in den Medien veröffentlichten Zahlen sprechen von 40 bis 240 getöteten und 200 verletzten Besatzungsmitgliedern.

Quelle@Boris Groh, Archiv, Ukraine State Border Guard Control, Ukrainian Navy, Ukrainska Pravda
Martin Rosenkranz (geboren 1968 in Wien) ist Journalist und Autodidakt für Luftfahrt-, Militär- und Technologiethemen. Er war Chefredakteur des Luftfahrtportals www.airpower.at. Hat viele Jahre die Ausschreibung und Beschaffung der Eurofighter Typhoon sowie die Nachwehen journalistisch begleitet, militärischen Verbänden und Rüstungsunternehmen im In- und Ausland besucht und war bei Fachseminaren eingeladen.