In großen Teilen Österreichs ist die Schneelage sehr fragil. Das Bundesheer ist auf diese Wettersituation allerdings gut vorbereitet: Um im Ernstfall rasch handeln zu können, hält das Bundesheer über 400 Soldatinnen und Soldaten und bis zu drei Hubschrauber rund um die Uhr bereit. Davon kam am vergangenen Sonntag bereits ein AB212-Hubschrauber zum Einsatz, der in der Obersteiermark mit seinem „Downwash” Stromleitungen vom Schnee befreite.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Über die Wintermonate halten sich in ganz Österreich speziell ausgebildete Alpinsoldatinnen und -soldaten bereit. Unsere Soldatinnen und Soldaten können mit ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise bei Katastropheneinsätzen, Einsätzen im unwegsamen Gelände sowie bei jeder Witterung professionell und schnell dort helfen, wo sie gebraucht werden. Erst vergangenen Sonntag haben unsere Luftstreitkräfte bewiesen, wie schnell und effizient sie in den Einsatz gehen. So konnte in der Steiermark ein Bundesheerhubschrauber durch spezielle Flugmanöver verhindern, dass weitere Schäden an vereisten Stromleitungen entstehen.”

Soldatinnen und Soldaten rund um die Uhr bereit
In Salzburg sind zurzeit mehr als 100 Soldatinnen und Soldaten rufbereit. Ungefähr 150 Soldatinnen und Soldaten könnten in Tirol im Ernstfall zivile Einsatzkräfte unterstützen. Um im Notfall sofort bereit zu sein, wurde in Kärnten für ungefähr 30 Soldatinnen und Soldaten Rufbereitschaft angeordnet. In Vorarlberg hält das Bundesheer etwa 60 Soldatinnen und Soldaten bereit. Des Weiteren sind etwa 30 Soldatinnen und Soldaten in Oberösterreich, mehr als 20 in Niederösterreich und ungefähr 30 in der Obersteiermark rufbereit. Derzeit stehen laufend ein Black Hawk S-70, ein Agusta Bell 212-Hubschrauber und eine Alouette III für Assistenzeinsätze zur Verfügung.

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Diese Kräfte können im Bedarfsfall aufgestockt werden. Die speziell für das Hochgebirge ausgerüsteten und ausgebildeten Kräfte stehen bis mindestens Ende April für Assistenzeinsätze rasch zur Verfügung. Mit diesen insgesamt 16 Lawineneinsatzzügen und -gruppen in sieben Bundesländern und drei Hubschraubern kann das Bundesheer besonders rasch zivile Einsatzkräfte unterstützen, wenn diese Hilfe benötigen.

Die Aufgabe der Soldatinnen und Soldaten ist es, die meist zuerst vor Ort befindlichen zivilen Kräfte bei Bedarf zu verstärken. Außerdem stellt das Heer sicher, dass Hilfs- und Rettungseinsätze auch über längere Zeit geführt werden können. Des Weiteren können die Soldatinnen und Soldaten der Einsatzzüge bei massivem Schneefall zum Abschaufeln von Flachdächern und Ähnlichem ausrücken. Auch hier ist eine alpine Qualifikation erforderlich, um sicher arbeiten zu können.

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Quelle@Bundesheer/Kerschat