Rund 500 Milizsoldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons Wien 2 „Maria Theresia” übten vergangene Woche bei der Verbandsübung der 7. Jägerbrigade unter dem Motto „Vorwärts23” auf dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Nach der Formierung des Kommandos und der organisatorischen Vorbereitung durch das Schlüsselpersonal in der Vorwoche, rückten die restlichen Soldaten des Verbandes in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne ein.

Das Jägerbataillon Wien 2 untersteht, gemeinsam mit dem „Schwesterverband” Jägerbataillon Wien 1 „Hoch und Deutschmeister”, dem Militärkommando Wien und wird im Einsatzfall bei Bedarf mobilgemacht. Die Bataillone halten in zweijährigen Abständen eine Milizübung ab. „Meine Soldaten sind Bürger in Uniform. Es ist mir bei jedem Übungsvorhaben eine Freude, sie mit Engagement und Überzeugung beim Dienst für unsere Heimat bei der Sache zu sehen”, so der Bataillonskommandant Oberstleutnant Markus Hornof.

Nach dem Eintreffen aller einberufenen Soldatinnen und Soldaten in der Maria-Theresien-Kaserne und den organisatorischen Abläufen, wie der truppenärztlichen Untersuchung, Sicherheitsbelehrungen und dem Ausfassen der neuen Ausrüstung, verlegte das Bataillon zum Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Dort wurde die Einsatzart „Schutz” trainiert. Die Soldatinnen und Soldaten betrieben Kontrollposten, stellten Verbindungsspähtrupps und klärten das Gelände auf, damit sicherten sie die zugewiesenen Schutzobjekte und Räume.

Realistische Szenarien wie die Erstversorgung und der Transport von Verwundeten wurde ebenfalls geübt. Jeder Soldat ist im Bereich der Selbst- und Kameradenhilfe ausgebildet und auch diese notwendigen und wichtigen Kenntnisse des Soldaten sollen erhalten und weiterentwickelt werden. Diese und weitere Aufgaben müssen die Soldatinnen und Soldaten im Ernstfall übernehmen können.

Interview: „Wir steigern die Human Performance“

Brigadier Kurt Wagner, der Militärkommandant von Wien, überzeugte sich von der hohen Motivation des Jägerbataillons in Bruckneudorf. ”Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, läuft die Übung sehr gut. Alle eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zeigen eine hohe Leistungsbereitschaft. Ich danke allen übenden Milizsoldaten für ihr Engagement”, so Brigadier Wagner nach seiner Dienstaufsicht am Truppenübungsplatz.

Auch der Milizbeauftragte des Österreichischen Bundesheeres, Generalmajor Erwin Hameseder, und Generalmajor Martin Dorfer, Leiter der Direktion 1 – Einsatz, waren auf Truppenbesuch. Durch einen Lagevortrag und einen „After Action Review” der Kommandanten, machten sich die Generäle ein Bild über die materielle und personelle Situation sowie über die Einsatzbereitschaft des Bataillons. Sie sprachen dabei auch mit den Milizsoldatinnen und -soldaten über die laufende Übung, die aktuelle Lage der Miliz und die Vereinbarkeit von Miliztätigkeiten mit dem zivilen Beruf.

Quelle@Militärkommando Wien
Die Militärkommanden in den Bundesländern sind Bindeglieder des Bundesheeres zu den zivilen Behörden und zu anderen Einsatzorganisationen. Ihre Hauptaufgaben liegen in der Führung von Truppen bei Assistenz- und Katastropheneinsätzen sowie im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz.