Nexter, Arquus und Thales haben der französischen Beschaffungsbehörde DGA vor wenigen Tagen das 500. gepanzerte Mehrzweckfahrzeug Griffon (VBMR, siehe Bild oben) und das 50. gepanzerte Aufklärungs- und Kampffahrzeug Jaguar (EBRC) übergeben. Die drei Industriepartner des zeitlich befristeten Konsortiums EBMR liegen damit voll im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen, die die Lieferung von insgesamt 1.872 Griffons und 300 Jaguars vorsehen.

Nexter fertigt am Standort Roanne die gepanzerten Aluminiumkarosserien, die Innenausstattung der Fahrzeuge und den Turm für den Jaguar. Vom französischen Rüstungskonzern kommt außerdem die 40-Millimeter-Kanone des Jaguar und seine Teleskopmunition, die in den Werken Bourges und La Chapelle Saint-Ursin vom Band läuft.

Andere Nexter-Standorte und Tochtergesellschaften liefern Fahrzeugausrüstungen, darunter CBRN-Schutzsysteme von NBC-Sys in Saint-Chamond, Bordelektronik und Computer in Toulouse sowie Sichtsysteme von OPT-Sys in Saint-Etienne. Nexter ist auch für die Endmontage und Integration all dieser Komponenten sowie der von Arquus und Thales gelieferten Komponenten in die Fahrzeuge verantwortlich.

@Nexter
Der Jaguar wiegt rund 25 Tonnen und erreicht mit einem 370-kW-Dieselmotor von Volvo eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Arquus widerum verantwortet die Entwicklung und Herstellung der kompletten Antriebsstränge für die Fahrzeuge , einschließlich des Motors, des Getriebes, des Fahrwerks und aller anderen Teile und Komponenten, die die Mobilität der Fahrzeuge gewährleisten. Die entsprechenden „Mobilitätskits” werden am Arquus-Standort in Limoges, dem Kompetenzzentrum des Unternehmens für die Produktion von Neufahrzeugen, hergestellt und anschließend zu Nexter nach Roanne geliefert, wo sie in die Fahrzeuge eingebaut werden.

Die Motoren für die Fahrzeuge werden am Arquus-Standort in Marolles-en-Hurepoix gebaut. Am gleichen Standort baut der Hersteller auch die ferngesteuerten Geschütztürme T1, T2 und T3, die gemeinsame Komponenten des Scorpion-Programms sind und sowohl den Griffon als auch den Jaguar, aber auch den leichten Mehrzweckpanzer Serval (VBMR-L) ausrüsten.

35 Jahre Ramstein: Als der Tod vom Himmel stürzte

Thales liefert die Fahrzeug-Vetronik und die Datensysteme, die erforderlich sind, um die Fahrzeuge als Netzwerk einzusetzen und kooperative Gefechte zu führen. Dazu gehören die gemeinsame Scorpion-Vetronik, Onboard-Sensoren, sichere Kommunikationssysteme und Selbstschutzsysteme mit kollaborativen Kampfalgorithmen. Thales ist weiters auch für die Radare und die Sensornutzlast für das Artilleriebeobachtungsfahrzeug (VOA) verantwortlich. Diese Onboard-Computing-Architektur verbindet alle Navigations-, Schutz-, Beobachtungs- und Kommunikationssysteme miteinander, um den eingesetzten Einheiten einen entscheidenden Vorteil im Einsatzgebiet zu verschaffen, indem sie ihre Aufklärungs- und Reaktionsfähigkeiten erweitern.

Quelle@Nexter