Das satellitengestützte Aufklärungssystem SARah der Bundeswehr hat in dieser Woche den „operationellen Teilbetrieb“ aufgenommen und sendet erste Aufklärungsdaten aus dem All. Der erste von insgesamt drei Satelliten des Systems SARah konnte nach erfolgreicher Abnahme neben den dazugehörigen Bodensystemanteilen in das Eigentum des Bundes überführt werden.

Der hiermit erreichte Meilenstein im SARah-Projekt garantiert die Bereitstellung satellitengestützter Aufklärungsfähigkeiten. Die Bundeswehr (-> hier geht es zu aktuellen Bundeswehr-Meldungen) sichert damit langfristig die Fähigkeit zur weltweiten, tageszeit- und wetterunabhängigen abbildenden Aufklärung. Gleichzeitig unterstützen die gewonnenen Daten bei der Krisenfrüherkennung und Krisenbewältigung.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der rund vier Tonnen schwere Phased-Array-Satellit mit einer Falcon-9-Rakete der Firma SpaceX von der amerikanischen Vandenburg Space Force Base aus ins Weltall befördert. Seit dem Erreichen der Zielumlaufbahn konnten bis zum Übergang in den jetzigen Teilbetrieb alle erforderlichen Leistungstests erfolgreich abgeschlossen werden.

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m Juni 2022 startete die Bundeswehr zusammen mit dem US-Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen SpaceX den ersten von insgesamt drei SARah-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus ins Weltall.

Hinter dem Projekt SARah verbergen sich insgesamt drei deutsche Satelliten und zwei Bodenstationen. SAR steht dabei für „Synthetic Aperture Radar”, ein bildgebendes Radarverfahren. SARah ist das Nachfolgesystem der Aufklärungssatelliten SAR-Lupe und soll für mindestens zehn Jahre den operationellen Betrieb sicherstellen.

Nach derzeitiger Planung werden noch in diesem Jahr die beiden ausstehenden Reflektor-Satelliten ins All starten, um das SARah-System zu komplettieren.

Quelle@OHB System AG
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