Seit 2. und noch bis 19. November findet in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals-Siezenheim die multinationale Übung „Common Roof 21” statt. Das Übungsszenario ist ein Erdbeben im Rheintal in der Schweiz mit Auswirkungen auf Deutschland und Österreich. Zur Unterstützung der zivilen Infrastruktur und zur Aufrechterhaltung des staatlichen Krisenmanagements wird ein interoperables, militärisches Führungsnetz errichtet und gegen Cyberbedrohungen geschützt.

Das Bereitstellen eines Notfallkommunikationsnetzwerkes zur Aufrechterhaltung der Führungsfähigkeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil der militärischen Einsatzführung. Die Herausforderung liegt dabei in der Schaffung von sicheren Übergängen zu anderen militärischen und zivilen IT-Netzwerken. Hierbei werden die Interoperabilitätsstandards und Betriebsabläufe unter dem Begriff „Federated Mission Networking” spezifiziert.

Im Mittelpunkt der Übung steht die multinationale und gemeinsame Betriebsführung, in der IT-Service-Management und IKT-Sicherheitsprozesse durchgeübt und evaluiert werden. Dazu werden die Teilnetze Österreich, Deutschland und Schweiz miteinander verbunden, zentral überwacht und gesteuert.

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Bei der Übung „Common Roof 21” trainieren IKT-Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Im Übungsszenario werden unterschiedlichste Einlagen eingespielt, welche im Ernstfall betrieblich gemeinsam koordiniert werden müssen. Somit kann die zivil-militärische und trinationale Zusammenarbeit zur Unterstützung von Einsatzkräften bei einer Katastrophenlage bestmöglich unterstützt werden.

Insgesamt nehmen 150 Personen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich an der gemeinsamen Übung teil. Die rund 55 Übungsteilnehmer aus Österreich sind großteils IT-Experten der Direktion IKT&Cyber des Österreichischen Bundesheeres. Die Leitung erfolgt durch die neu geschaffene Abteilung IKT&Cyber Einsatz.

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