Von 17. September bis zum 14. Oktober nehmen 80 österreichische Soldaten mit 18 Panzern an der Informationslehrübung der Deutschen Bundeswehr teil. Dabei trainieren 2.300 Soldaten vor doppelt so vielen Zusehern das moderne Panzergefecht.

Die Informationslehrübung (ILÜ), bei der scharf geschossen wird, vermittelt dem Kadernachwuchs einen realistischen Einblick ins Gefechtsfeld. Von den 150 Panzern, die zum Einsatz kommen, stammen 18 aus Österreich: zwölf Kampfpanzer Leopard 2 A4 aus Wels und sechs Schützenpanzer Ulan aus Großmittel (NÖ). Zudem unterstützen zwei Dutzend Räderfahrzeuge das Vorhaben. Persönliche Ausrüstung, Ersatzteile und Munition transportierte man in 30 Seecontainer nach Deutschland. Bereits am 12. September erfolgte die großangelegte Verladung der Fahrzeuge auf die Eisenbahn.

Der 55 Tonnen schwere Panzer wird mit Ketten am Waggon gesichert.
Der 55 Tonnen schwere Panzer wird mit Ketten am Waggon gesichert.

Das Panzerbataillon14 aus Wels stellt zwei Panzerzüge für die Übung bereit, diese werden ergänzt durch einen Panzergrenadierzug aus Großmittel. Mit logistischer Unterstützung wartet das Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching und Wels auf. Insgesamt verlegen 80 Soldaten (davon 2 Soldatinnen) auf den rund 800 Kilometer entfernten Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen. Das Kontingent umfasst auch vier Milizsoldaten.

Grund für die Teilnahme der Österreicher war das sensationelle Abschneiden der Welser Panzersoldaten bei der „Panzerweltmeisterschaft (Strong Europe Tank Challenge). 2017 konnte der Titel und heuer der dritte Platz geholt werden. Wegen dieser Ergebnisse erfolgte eine Einladung, bei der Vorführung der Einsatzart „Verzögerung” im scharfen Schuss teilzunehmen. Auch wenn das geforderte Schießen Routine ist: Durch die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundeswehr und die weiträumige Verlegung werden neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen.

Stimmen aus dem Kontingent

Major Brunmayr, S3 Panzerbataillon 14 und Kontingentskommandant: „Es ist das Ergebnis von professioneller Ausbildung und Vorbereitung, dass wir bei der Deutschen Bundeswehr als gleichwertiger Partner gesehen werden. Die österreichische Bevölkerung kann auf seine Panzersoldaten zählen!”

Wachtmeister Kögl, ausgebildeter Kommandant KPz und als Richtschütze bei der ILÜ: „Neben dem Studium ist die Ableistung von Milizübungen eine willkommene Abwechslung. Auch wenn dieses Semester ein paar weniger ECTS-Punkte am Konto sind überwiegt klar das Plus am Bank- und Erfahrungskonto!”

Wachtmeister Bundschuh, Kommandantin am Kampfpanzer: „Ich bin jetzt über ein halbes Jahr Panzerkommandantin. Dass ich so schnell mit meinem „Leo“ bei einer Übung im Ausland dabei sein werde, hätte ich mir nie träumen lassen. Ich bin sicher, dass wir eine tolle Performance abliefern werden.”

Quelle@Bundesheer/Mitterhuemer