Europa steht vor einer sicherheitspolitischen Zeitenwende. Die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre haben unmissverständlich gezeigt, dass Verteidigungsfähigkeit, industrielle Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz untrennbar miteinander verbunden sind. Sicherheit ist längst kein isoliertes militärisches Thema mehr – sie ist zu einem zentralen Faktor für technologische Souveränität, Innovationskraft und wirtschaftliche Stabilität geworden.
Vor diesem Hintergrund lädt die Konferenz „Rüstung als Wirtschaftsfaktor” Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Industrie, Streitkräften und Forschung am 26. März ins Arcotel Kaiserwasser nach Wien. Ziel der Veranstaltung ist es, Brücken zu schlagen: zwischen ziviler Wirtschaft und Verteidigungssektor, zwischen politischer Rahmensetzung und technologischer Umsetzung sowie zwischen Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung.
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Verteidigungsindustrie als Innovationsmotor
Im Zentrum der Konferenz steht die Frage, wie Österreich und Europa ihre industrielle Basis im sicherheits- und verteidigungsrelevanten Bereich stärken können. Die Verteidigungsindustrie nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie sichert nicht nur militärische Handlungsfähigkeit, sondern fungiert zunehmend als Treiber für Hochtechnologie, Digitalisierung und Forschung.
Was lange als abgeschotteter Markt galt, entwickelt sich immer stärker zu einem offenen Innovationsraum. Klassische Industrieunternehmen, Start-ups und Technologieanbieter treffen hier auf neue Anforderungen – und auf neue Chancen. Ob Materialtechnologien, Drohnen- und Sensorsysteme, Kommunikation, Datenanalyse, Künstliche Intelligenz oder Energieversorgung: Die Schnittstellen zwischen ziviler Wirtschaft und Verteidigungssektor wachsen dynamisch.
Hochkarätige Sprecher und breite Themenpalette
Entsprechend breit ist das thematische Spektrum der Konferenz – und ebenso hochkarätig die Liste der Vortragenden. In seinem Eröffnungsstatement wird Generalleutnant Harald Vodosek, Leiter der Direktion Rüstung im Verteidigungsministerium, auf Österreichs Rüstungsstrategie sowie Industriekooperationen zur Stärkung der heimischen Wirtschaft eingehen (-> Generalleutnant Vodosek im Interview mit Militär Aktuell).
Der frühere Generalstabschef und ehemalige Vorsitzende des Militärausschusses der Europäischen Union, General Robert Brieger, beleuchtet die aktuellen geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen auf Europas Sicherheit.
Weitere Beiträge widmen sich unter anderem den Themen:
- HR und Recruiting im Industrie- und Verteidigungssektor (David Ertler, Ertler Executive, -> Interview mit Militär Aktuell),
- sicherheitspolitische Analysen aus europäischer Perspektive (Michael Zinkanell, AIES, -> Interview mit Militär Aktuell),
- industrielle und strategische Beratung (Bernhard Pöltl, T60 Consulting),
- internationale Rüstungskooperationen (Benjamin Schuhmann, General Atomics Aero Systems).
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In einer Diskussionsrunde kommen zudem Vertreter aus Politik, Industrie und Verwaltung zusammen, darunter Florian Frauscher (Leiter Sektion I, Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft), Alexander Liess (Chief Commercial Officer, Steyr Arms) sowie Generalleutnant Harald Vodosek.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz kritischer Infrastruktur. Dazu diskutieren unter anderem Thomas Pfeiffer (Linz Netz), Blackout-Experte Herbert Saurugg, Brigadier i.R. Walter Unger (ehemals Cyber-Abwehr des Verteidigungsministeriums), Jürgen Dachauer (Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst), Peter Uher (A1 Telekom) und Thomas Feßl (Wirtschaftskammer Österreich).
Auch die Perspektive klassischer Industrieunternehmen, die sich zwischen zivilen Wurzeln und neuen sicherheitsrelevanten Märkten bewegen, wird beleuchtet – unter anderem mit Norbert Frischauf (Weltraumexperte, -> Interview mit Militär Aktuell), Claus Zeppelzauer (ecoplus) und Günter Grabher (CFO Grabher Group).
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Den Abschluss bildet ein Get-together ab 17.00 Uhr, das Raum für Vernetzung und vertiefende Gespräche bietet.
Bonus für Leser von Militär Aktuell
Für die Teilnahme gilt für Leserinnen und Leser von Militär Aktuell ein Rabatt von 20 Prozent auf die aktuelle Anmeldegebühr. Bei der Anmeldung einfach den Code „Militär aktuell” angeben.









