US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bekanntgegeben, dass Katar auf dem Gelände der Mountain Home Air Force Base im US-Bundesstaat Idaho eine eigene Luftwaffen-Einrichtung errichten darf. Dort sollen künftig katarische F-15QA-Kampfjets und Piloten stationiert werden, die gemeinsam mit US-Truppen trainieren.
„Der Standort wird eine Staffel katarischer F-15 und Piloten beherbergen, um unser gemeinsames Training, unsere Schlagkraft und Interoperabilität zu stärken”, sagte Hegseth bei einem Treffen mit seinem katarischen Amtskollegen Saoud bin Abdulrahman al-Thani im Pentagon. „Dies ist ein weiteres Beispiel unserer engen Partnerschaft – Sie können auf uns zählen.”
Der Schritt folgt nur wenige Wochen, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Sicherheitsgarantie für Katar unterzeichnet hatte – ein bemerkenswerter Schritt zugunsten eines arabischen Nicht-NATO-Partners. Das Abkommen war bereits seit mehreren Jahren in Planung und reicht laut US-Behörden bis in die Zeit der vorherigen Administration zurück.
Ein Pentagon-Sprecher betonte, dass es sich um ein routinemäßiges Kooperationsprogramm handle, wie es die US-Luftwaffe bereits mit Partnernationen wie Deutschland und Singapur pflegt. Die katarischen Einrichtungen sollen zwölf F-15QA-Jets und rund 300 katarische und US-Luftwaffenangehörige umfassen. Das Projekt sieht Trainingsinfrastruktur, Werkstätten und Missionsvorbereitungsräume vor – finanziert über katarische Beiträge im Rahmen des US-Programms für Foreign Military Sales.
Hegseth unterstrich in einem Posting auf X, dass es sich nicht um eine „katarische Basis auf US-Bode”“ handle, sondern um eine gemeinsam genutzte Ausbildungsstätte. Zugleich lobte er Katars „wesentliche Rolle” bei den jüngsten Friedensgesprächen zwischen Israel und der Hamas sowie die Unterstützung während der US-Luftschläge gegen iranische Nuklearanlagen im Juni.
Katar beherbergt bereits mit der Al-Udeid Air Base den größten US-Militärstützpunkt in der Golfregion. „Die Einrichtung einer katarischen Luftwaffenbasis in Mountain Home stärkt unsere Interoperabilität, verbessert die gemeinsame Einsatzbereitschaft und fördert unsere gemeinsamen Verteidigungsziele”, erklärte Verteidigungsminister al-Thani. „Gemeinsam werden wir diese strategische Partnerschaft weiter vertiefen – für dauerhaften Frieden und gemeinsame Sicherheit.”
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