Hubschrauber haben in der Ukraine inzwischen einen wesentlichen Anteil an der Abwehr von Langstreckendrohnen der Typen Geran-2/Shahed und Gerbera. Ende September wies der Oberkommandierende der Streitkräfte der Ukraine, General Oleksandr Syrskyi, darauf hin, dass je nach Wetterlage bis zu 40 Prozent dieser Drohnen von der ukrainischen Heeresfliegertruppe abgefangen werden – und auch beim Österreichischen Bundesheer wirft ganz aktuell das Bekämpfen von Luftzielen mit Hubschraubern geübt.

Abschussmarkierungen auf ukrainischen Hubschraubern – ©Archiv
Wie die zahlreichen Abschussmarkierungen zeigen sind die Hubschrauber der ukrainischen Heeresfliegertruppe im Dauereinsatz gegen Drohnen.

Bereits seit zwei Jahren sind regelmäßig Videos zu sehen, die ukrainische Mi-8- und Mi-24-Hubschrauber beim erfolgreichen Abschuss dieser Langstrecken-Angriffsdrohnen zeigen.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, kündigte nach einer Lagebesprechung am Montag an, die Fähigkeiten der Heeresfliegerei zum Schutz vor Drohnen weiter auszubauen.

Demnach sollen zusätzliche Hubschraubergruppen gebildet werden. Laut Selenskyj werde dabei eng mit internationalen Partnern zusammengearbeitet, um der Ukraine mehr der dafür notwendigen Luftfahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Bundesheer-Hubschrauber trainieren in Allentsteig

Auch das Bundesheer hat am Mittwoch in einem kurzen Facebook-Beitrag über die entsprechende „Einsatzvorbereitung der Luftstreitkräfte” informiert. Demnach finden auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig derzeit Schießtrainings mit Bundesheer-Hubschraubern statt.

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Geübt wird dabei die Bekämpfung von Luftzielen mit der OH-58B Kiowa. Die Kiowas des Bundesheeres können mit einer sechsläufigen M134 Minigun im Kaliber 7,62 × 51 Millimeter bewaffnet werden, die mit einer Feuerrate von 2.000 bis 6.000 Schuss pro Minute Ziele in bis zu 1.000 Metern Entfernung bekämpfen kann.

Auch aus dem S-70A-42 Black Hawk wird geschossen – mit 650 oder 950 Schuss aus dem M240D-Maschinengewehr im selben Kaliber. Das Waffensystem ist in den Fenstern der Bordtechniker montiert und wird über zwei Handgriffe und einen Daumenabzug bedient.

Bordtechniker in Black Hawk – ©Bundesheer/Gorup
Bordtechniker sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Black Hawk-Crew, sie müssen nicht nur gut schrauben, sondern auch präzise schießen können.

Ebenfalls geübt werden Lastenflüge mit der AB212 sowie Tiefflüge mit dem AW169 Lion.
Die C-130 Hercules führt zudem den Abwurf von Lasten durch. Das gesamte Training findet bei Tag und Nacht statt.

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Quelle©Archiv, Bundesheer/Gorup