Die UNO-Friedensmission UNIFIL im Süden des Libanon wird Ende 2026 eingestellt. Das hat der UNO-Sicherheitsrat in New York beschlossen. Demnach sollen die Blauhelme – wie von Israel und den USA gefordert – im Laufe des Jahres 2027 vollständig abziehen. Für das Österreichische Bundesheer endet damit nach dann über 15 Jahren das Kapitel Libanon.

Laut den aktuellen Planungen beginnt ab dem 31. Dezember 2026 ein „geordneter und sicherer Rückzug” innerhalb eines Jahres. Bundesheer-Sprecher Oberst Michael Bauer erklärte, dass die österreichischen Soldaten voraussichtlich als letztes Kontingent das Camp Naqoura im Süden des Landes verlassen werden: „Die 180 Soldaten des Bundesheeres werden das Lager als Letzte übergeben, da sie für Logistik und Feuerwehr zuständig sind. Die Planungen erfolgen ohne Zeitdruck.”

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Derzeit umfasst UNIFIL knapp 10.000 Soldaten und Zivilkräfte, größte Truppensteller sind Indonesien, Indien, Ghana, Italien und Nepal. Österreich beteiligt sich seit einem Nationalratsbeschluss von 2011 mit aktuell rund 180 Soldatinnen und Soldaten an der Mission – Ende Mai wurde das bereits 28. rot-weiß-rote Kontingent in Richtung Libanon verabschiedet.

Ihre Hauptaufgaben: logistische Unterstützung wie Transporte, Bergung und Instandsetzung von UNO-Fahrzeugen, Treibstoffversorgung, Lagerhaltung sowie der Betrieb der Feuerwehr im Hauptquartier im südlibanesischen Naqoura.

©Militär Aktuell

Die UNIFIL-Truppe ist seit 1978 im Libanon stationiert und wurde nach dem Krieg 2006 zwischen Israel und der Hisbollah mit der Resolution 1701 deutlich aufgestockt. Ziel war es, als Puffer zwischen beiden Konfliktparteien zu wirken.

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Quelle©Patrick Huber