Mit dem erfolgreichen Start der SpaceX-Mission Transporter-15 von der Vandenberg Space Force Base (USA) am 28. November hat die Universität der Bundeswehr München (UniBw M) den 16U-CubeSat GENA-OT in den Orbit gebracht. Der Satellit dient im Rahmen des Forschungsprojekts SeRANIS des dtec.bw an der UniBw M als Testplattform für Schlüsseltechnologien in Kommunikation, Erdbeobachtung, Strahlungsschutz und Künstlicher Intelligenz.
Bis 2029 plant die Bundeswehr eine eigene Konstellation aus mehreren hundert Satelliten. Die Missionen der UniBw M unterstützen dieses Vorhaben, indem sie neue Technologien entwickeln und im Orbit erproben. Der Aufbau einer eigenen Satelliteninfrastruktur stärkt die europäische Raumfahrtindustrie und schafft neue Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung. Dies ist Bestandteil der Weltraumsicherheitsstrategie der Bundesregierung, die vom Kabinett beschlossen worden ist.
GENA-OT ist bereits die dritte Mission der UniBw M. Weitere Einsätze sind in Vorbereitung, darunter der Satellit ATHENE-1 mit über 15 Experimenten im Jahr 2026. Alle Missionen gehören zum SeRANIS-Projekt, dem weltweit ersten öffentlich zugänglichen, multifunktionalen In-Orbit-Labor.

„Unser In-Orbit-Labor für kritische Technologien wächst weiter”, betonte Andreas Knopp, Leiter des Raumfahrtprogramms. „Mit jedem neuen Satelliten schaffen wir einen weiteren Baustein, um Rapid Prototyping, echte Hands-on-Innovation und schnelle Fähigkeitsdemonstrationen direkt im All zu ermöglichen.” Die UniBw M setzt bewusst auf kurze Entwicklungszyklen, wie Christian Hofmann, Projektleiter der Satellitenmission, ergänzt: „Dass es auch für die Bundeswehr möglich ist, eine Mission von der Idee bis zur Einsatzbereitschaft im Weltall in nur zehn Monaten durchzuführen, haben wir schon gezeigt.”
GENA-OT integriert verschiedene, teils selbst entwickelte Nutzlasten sowie Systeme deutscher Start-ups. Zudem trägt er den ICARUS-Empfänger der Max-Planck-Gesellschaft, der die satellitengestützte Tierbeobachtung wieder ermöglicht. Gebaut wurde der Satellit vom Münchener Unternehmen OroraTech, gefördert durch das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Die offene Innovationskultur der UniBw M ermöglicht es, Ideen schnell in Anwendungen umzusetzen”, so Pablo Leslabay, Projektleiter bei OroraTech.
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