Die landesweite Verteidigungsübung „Adaptive Hussars 2025” – die größte militärische Übung Ungarns seit dem politischen Umbruch 1989 – ist erfolgreich zu Ende gegangen. Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky sprach bei der Abschlussveranstaltung in Budapest von einem „historischen Meilenstein”. In den vergangenen drei Jahrzehnten habe es weder die Mittel noch die Fähigkeiten oder den politischen Willen gegeben, eine derart komplexe Übung durchzuführen. „Adaptive Hussars” habe sämtliche Truppenteile der ungarischen Streitkräfte sowie fast alle relevanten Behörden und zivilen Organisationen einbezogen.

Szalay-Bobrovniczky betonte, dass die Übung im Rahmen der NATO stattfand. Neben schlagkräftigen und gut vorbereiteten Streitkräften sei die Abschreckungs- und Verteidigungshaltung der NATO die wichtigste Garantie für Ungarns Sicherheit – deshalb sei es entscheidend, die Zusammenarbeit bereits in Friedenszeiten zu trainieren.

Ziel der Übung sei es gewesen, die seit 2015 laufende Modernisierung der ungarischen Streitkräfte zu überprüfen und die Leistungsfähigkeit der nationalen Verteidigungsindustrie in der Praxis zu testen. Gleichzeitig habe die Übung gezeigt, wie wichtig die ungarischen Soldatinnen und Soldaten selbst seien: „Sie haben geplant, geführt, ausgeführt, Fehler erkannt und daraus gelernt – und die Prüfung mit Erfolg bestanden”, so der Minister.

Highlights der Übung

In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten habe Ungarn wirtschaftlich, gesellschaftlich und außenpolitisch an Stärke gewonnen – und die ungarischen Streitkräfte seien „ein Segment, das Frieden durch Stärke gewährleistet”. Dabei durchlaufe die Armee derzeit eine nahezu revolutionäre Erneuerung: „Neue Ausrüstung zu beschaffen reicht nicht. Wir müssen die Streitkräfte auch an sie anpassen.”

Die Zahlen der Übung verdeutlichen deren Ausmaß: In eineinhalb Monaten legten die ungarischen Verbände Transporte über 48.000 Kilometer zurück, Hubschrauber flogen 563 Stunden und absolvierten dabei 112.000 Kilometer. Täglich wurden logistische Leistungen für 7.000 bis 15.000 Soldaten erbracht – insgesamt kamen rund 900.000 Verpflegungsrationen zum Einsatz.

Nach Abschluss der Übung folgt nun die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse – ein Schritt, der laut Szalay-Bobrovniczky „mindestens ebenso wichtig ist wie die Übung selbst”. Er verwies darauf, dass noch ein weiter Weg vor den Streitkräften liege: „Wir müssen unsere Fähigkeiten, Infrastruktur und unser Wissen weiter ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen Armee, Verteidigungsministerium und Verwaltung weiter vertiefen.”

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General Gábor Böröndi, Chef des Verteidigungsstabes, zog ebenfalls eine positive Bilanz: Die Übung habe gezeigt, dass sich Ungarn auf seine Streitkräfte verlassen könne und die Modernisierung der letzten zehn Jahre Früchte trage. Zudem habe sich erwiesen, dass militärisches und ziviles Personal gemeinsam denken und handeln könne. Darüber hinaus habe „Adaptive Hussars 2025” verdeutlicht, dass ungarische Truppen in enger Abstimmung mit ihren NATO-Partnern schnell, präzise und effektiv reagieren und selbst modernste Ausrüstung im Verbundsystem einsetzen können.

General Böröndi abschließend: „Diese Übung war nicht nur ein Test militärischer Fähigkeiten, sondern auch ein Bekenntnis: Ungarische Soldaten reagieren nicht nur auf die Veränderungen der Welt – sie gestalten sie aktiv mit. Ihre Leistungen sind keine Momentaufnahme, sondern das Fundament der ungarischen Streitkräfte von morgen.”

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Quelle©Hungary MoD