Im ersten Halbjahr 2025 hat das ukrainische Verteidigungsministerium eine Reihe neu entwickelter Infanteriewaffen offiziell kodifiziert und damit zur Nutzung in den Streitkräften freigegeben. Das gab die Hauptdirektion für die Lebenswegunterstützung von Waffen und Wehrtechnik des Ministeriums bekannt.
Im Mittelpunkt stehen neue Modelle von Handfeuerwaffen und Granatwerfern – darunter drei in der Ukraine gefertigte Varianten von Vorderschaftrepetierflinten im Kaliber 12 mit glattem Lauf, die nun in der Truppe eingeführt werden. Als ergänzende Waffen eignen sich diese besonders für den Einsatz in engen Grabensystemen oder urbanem Gelände. Während des russisch-ukrainischen Krieges erwiesen sich Repetierflinten zudem als effektives Mittel zur Abwehr feindlicher Kamikaze-Drohnen.
Auch das Granatwaffenarsenal der ukrainischen Infanterie wurde erweitert – unter anderem durch einen neuen 40-Millimeter-Granatmaschinenwerfer, der vollständig in der Ukraine entwickelt wurde.
Breite Produktpalette kodifizierter Systeme
Neben den neuen Hauptwaffensystemen wurden auch verschiedene neue Munitionsarten für großkalibrige Maschinengewehre, Scharfschützen- und Sturmgewehre sowie Granatwerfer sowjetischen und NATO-Kalibers kodifiziert. Zusätzlich wurden mehrere optische Zielgeräte in das Logistiksystem der ukrainischen Armee aufgenommen – darunter modernste Wärmebildvisiere für Handfeuerwaffen und schwere Maschinengewehre.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Pioniertruppe: Neue Entminungsgeräte ermöglichen es ukrainischen Soldaten, Sprengfallen und Blindgänger sicher zu erkennen und zu markieren.
Die neuen Waffensysteme verdeutlichen nicht nur den anhaltenden Bedarf an flexibler Infanteriebewaffnung in einem hochdynamischen Gefechtsfeld, sondern unterstreichen auch die zunehmende Leistungsfähigkeit der ukrainischen Rüstungsindustrie.
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