Die schwedische Rüstungsbehörde FMV (Försvarets Materielverk) hat mit dem französischen Rüstungskonzern Thales eine Vereinbarung über die Lieferung des Mittelstreckenradars Ground Master 200 Multi-Mission Compact (GM200 MM/C) unterzeichnet.

„Auf Basis der engen internationalen Zusammenarbeit innerhalb der NATO soll das neue System einen wesentlichen Beitrag zur Wahrung der schwedischen Luftraumsouveränität leisten”, wie es in einer aktuellen Aussendung heißt.

Abschlussübung für angehende Zugskommandanten

Das GM200 MM/C ist ein Mittelstreckenradar der neuesten Generation mit 4D-AESA-Technologie, das laut Hersteller „eine deutlich verbesserte Luftlageerfassung ermöglicht” und eine „erhöhte Time-on-Target-Fähigkeit über ein breites Bedrohungsspektrum hinweg” bietet. Laut Thales ein „entscheidender Vorteil in komplexen Einsatzszenarien”.

„Wir sind sehr stolz darauf, von der FMV ausgewählt worden zu sein, um Schwedens souveräne Verteidigungsfähigkeit in einem zunehmend herausfordernden sicherheitspolitischen Umfeld weiter zu stärken. Das Thales GM200 MM/C mit seiner Hochtechnologie wird eine zentrale Rolle für die nationale Sicherheit spielen”, erklärt Håkan Ahlström, Country Director Schweden bei Thales.

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Laut FMV ist das neue Radar Bestandteil eines neuen Sensorsystems zur Luft- und Oberflächenüberwachung und soll das bestehende PS-871-Radar ersetzen. Der Auftragswert liegt bei rund 90 Millionen Euro, die Lieferung des ersten Systems ist für 2026 geplant.

Ergänzend dazu hat Schweden zuletzt auch Saab einen Auftrag in Höhe von 62 Millionen Euro für das Giraffe 1X-Radar zur bodengestützten Luftverteidigung (GBAD) erteilt.

Quelle©Thales