Um den aktuellen Stand eines der wichtigsten südkoreanischen Rüstungsprogramme zu begutachten, nahm Luftwaffenstabschef General Lee Yong-soo am 19. Februar persönlich im Cockpit eines KF-21-Kampfjets von Korea Aerospace Industries (KAI) Platz. Geflogen wurde die Maschine von Testpilot Major Woo Hong-gyun.
Lee verfügt über mehr als 2.800 Flugstunden auf den wichtigsten Flugzeugtypen der südkoreanischen Luftwaffe, darunter F-5, F-16 und F-15K.
Besonderes Augenmerk legte er während des Flugs auf das Bordradar mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung (AESA), das „Piloten eine beispiellose Situationsübersicht bietet”, wie koreanische Medien berichten.

Lee zeigte sich beeindruckt: „Ich bin überzeugt, dass die KF-21 in Leistung, Manövrierfähigkeit, Avionik und Kampffähigkeit den weltweit führenden Kampfflugzeugen ebenbürtig ist. Sie wird die südkoreanische Verteidigungsindustrie weiter stärken und sich als hochmodernes Kampfflugzeug etablieren.”
Die KF-21 ist ein von Südkorea entwickeltes Überschallkampfflugzeug der 4,5. Generation, das am 19. Juli 2022 erstmals abhob. Bis November 2023 absolvierte es beeindruckende 1.000 Einsätze unfallfrei. In der finalen Entwicklungsphase stehen weitere 1.000 Testflüge an.
Der erste Serienproduktionsvertrag über 40 KF-21 Boramae („Junger Falke”) wurde 2024 unterzeichnet, die Indienststellung ist für 2028 geplant. Die südkoreanische Luftwaffe plant, mit insgesamt 120 Maschinen ihre veralteten F-4- und F-5-Kampfflugzeuge zu ersetzen.








