Seit Beginn der russischen Invasion unterstützt Schweden die Ukraine (-> aktuelle Meldungen aus dem Ukraine-Krieg) durch Waffenlieferungen, Ausbildung und logistische Hilfen. Nun wurde ein neues Hilfspaket in Höhe von gut 100 Millionen Euro (1,2 Milliarden Schwedische Kronen) geschnürt, das neben tragbaren MANPADS RBS-70 (-> MANPADS: Kleinstraketen mit großer Wirkung) auch selbstfahrende, einläufige 40‑Millimeter-Flugabwehrkanonen vom Typ Tridon Mk2 umfasst.

Die Tridon Mk2 basiert auf dem klassischen schwedischen Design der Bofors 40 L 60/70, das seit dem Zweiten Weltkrieg weltweit im Einsatz ist – etwa als 4‑Zentimeter‑FlaK 28 in der deutschen Wehrmacht, in den Flugabwehrbataillonen der Bundeswehr und auch in der Marine. Auch das Österreichische Bundesheer nutzte 60 Stück der Flak 40 Millimeter L70 FL in festen Anlagen. Noch heute wird die „Bofors Gun” in diversen Varianten von vielen Armeen verwendet.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Mehrfach modernisiert, stellte BAE Systems die Tridon Mk2 als Mk4 auf einem Scania-Lkw-Fahrgestell auf der Eurosatory 2024 vor (-> Bericht) – für mehr Mobilität, Flexibilität und kurze Verweildauern an einem Einsatzort. Mit einer Kadenz von bis zu 330 Schuss pro Minute und programmierbaren Bofors 3P-Detonationsgeschossen bietet das System eine besonders hohe Effektivität gegen schnelle, manövrierfähige Luftziele in niedrigen Flughöhen. Damit soll die ukrainische Verteidigungsfähigkeit gegenüber russischen Luft- und Drohnenangriffen deutlich gestärkt werden.

Quelle©BAE Systems