Auf der Enforce Tac in Nürnberg hat der deutsche Munitionshersteller RWS einen neuen Munitionstyp für die Drohnenabwehr vorgestellt: die Urban Drone Defence-Munition (UDD). Die UDD stellt eine kostengünstige und effiziente Lösung zur Abwehr kleiner kommerzieller Drohnen dar. Die Munition im Kaliber 7,62×51 gibt es in zwei Varianten für unterschiedliche Reichweiten beziehungsweise Einsatzgebiete.
Wie im Moment vor allem aber nicht nur in der Ukraine zu sehen, wird es immer wichtiger, über angemessene Mittel zur schnellen und wirksamen Verteidigung gegen kleinere Drohnen zu verfügen. Genau hier setzt RWS an, um etwa öffentliche Veranstaltungen oder Ziele in dicht besiedelten Gebieten besser schützen zu können. Mit der Munition UDD können DIY- und kommerzielle Drohnen im urbanen Raum neutralisiert werden – bei gleichzeitiger Minimierung der Hintergrund- und Personengefährdung. So konnte die Gefahrenzone im Vergleich zu herkömmlicher Munition des Kalibers 7,62×51 um circa 80 Prozent verkleinert werden.
Die spezielle Kurzstreckenmunition mit Polymerprojektil wurde für Maschinengewehre des Kalibers 7,62×51 mit hoher Kadenz entwickelt. Mit einer leichten, aber robusten Bauweise wurde UDD für eine optimale Leistung in einer Vielzahl an Drohnenabwehranwendungen konzipiert. Durch den gezielten Einsatz emissionsarmer Komponenten, wie dem patentierten SINTOX-Zündhütchen, gelang dem Unternehmen zudem eine Reduzierung der Schadstoffbelastung auf ein Minimum.
Außerdem teilte RWS mit, dass es die UDD in zwei verschiedenen Ausführungen gibt. Das ist zum einen die UDD LIGHT mit blauem Polymerprojektil, die für kürzere Distanzen bis zu 100 Meter in dicht besiedelten innerstädtischen Bereichen geeignet ist, und zum anderen die UDD HEAVY mit grauem Polymerprojektil, die für mittlere Entfernungen bis zu 300 Meter – beispielsweise zur Verteidigung von Vorstädten oder ländlichen Gebieten – konzipiert wurde.








