Litauen stellt 2026 ein Rekordbudget für die Lithuanian Riflemen’s Union bereit. Damit sollen mehr als 18.000 freiwillige Angehörige ausgebildet und ausgerüstet werden. Die Mittel fließen unter anderem in Uniformen, persönliche Schutzausrüstung, Drohnen, Simulatoren sowie in die militärische und sicherheitspolitische Ausbildung von Jugendlichen.
Ziel ist der konsequente Ausbau einer ausgebildeten und ausgerüsteten Zivilgesellschaft, die im Ernstfall einen wesentlichen Beitrag zur Landesverteidigung leisten kann. Litauen setzt damit weiterhin klar auf das Konzept einer breit verankerten Territorialverteidigung.
Die Entwicklung spiegelt sich auch in der wachsenden Bereitschaft junger Litauer wider, Wehrdienst zu leisten: Mehr als 3.000 junge Menschen haben sich 2025 freiwillig für den verpflichtenden Grundwehrdienst gemeldet. Insgesamt sollen rund 5.000 Rekruten im Jahr 2026 in die Streitkräfte aufgenommen werden.
Die Lithuanian Riflemen’s Union (LRU) – auf Litauisch Lietuvos šaulių sąjunga – ist eine staatlich anerkannte, freiwillige paramilitärische Organisation und ein zentraler Pfeiler der litauischen Territorial- und Gesamtverteidigung. Dabei verfolgt die LRU das Konzept der „Total Defence” (Gesamtverteidigung). Ihre Kernaufgaben sind Territorialverteidigung im Krisen- und Kriegsfall, Unterstützung der regulären Streitkräfte (Aufklärung, Sicherung, Schutz kritischer Infrastruktur), Vorbereitung auf hybriden Krieg (Sabotageabwehr, Informationssicherheit, Resilienz), Katastrophenhilfe und ziviler Bevölkerungsschutz sowie atriotische und militärische Ausbildung der Jugend.
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