Die Luftstreitkräfte Österreichs, Schwedens und der Niederlande haben auf der Dubai Airshow einen wichtigen Schritt in Richtung einer engeren Zusammenarbeit im Bereich des Lufttransports gemacht. Die drei Nationen unterzeichneten eine Vereinbarung, gemeinsam an Ausbildung, Wartung und Wissensaustausch im Zusammenhang mit der Embraer C-390M zu arbeiten.

Bereits im Sommer 2024 hatten Österreich und die Niederlande auf der Farnborough Air Show die gemeinsame Beschaffung von insgesamt neun C-390M fixiert – vier für das Bundesheer, fünf für die niederländischen Luftstreitkräfte. Seit Kurzem ist auch Schweden Teil des Programms und orderte vier weitere Maschinen. Damit wächst die gemeinsame Flotte auf 13 Flugzeuge an – ein klarer Vorteil für Standardisierung, logistische Synergien und die Effizienz im Betrieb.

Generalmajor Jonas Wikman (Kommandant der schwedischen Luftstreitkräfte), Generalleutnant André Steur (Kommandant der niederländischen Luftstreitkräfte) und Generalmajor Gerfried Promberger (Air Chief und Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte) – ©Koninklijke Luchtmacht
Kooperationsabkommen unterzeichnet, von links nach rechts: Generalmajor Jonas Wikman (Kommandant der schwedischen Luftstreitkräfte), Generalleutnant André Steur (Kommandant der niederländischen Luftstreitkräfte) und Generalmajor Gerfried Promberger (Air Chief und Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte).

„Da alle drei Länder dasselbe Luftfahrzeug beschaffen, ergeben sich wertvolle Möglichkeiten für eine intelligentere Kooperation”, so Österreichs Air Chief Generalmajor Gerfried Promberger auf Linkedin. Und weiter: „Durch eine engere Abstimmung in Ausbildung und Wartung werden wir die C-390 effizienter, effektiver und zukunftssicher betreiben können.”

Um diese Zusammenarbeit zu festigen, wollen sich die Air Chiefs der drei Länder ab sofort jährlich treffen und gemeinsam „die weitere Entwicklung steuern”, so Promberger, für den die Kooperation „ein bedeutender Schritt hin zu einer stärkeren, einheitlicheren und leistungsfähigeren europäischen Lufttransportfähigkeit” darstellt.

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Der Bau der ersten österreichischen Maschine begann übrigens bereits Anfang des Jahres, noch heuer sollen Rumpf und Tragflächen miteinander „verheiratet” werden. In rund einem Jahr soll der Transporter fertiggestellt sein. Anschließend folgen umfangreiche Test- und Abnahmeflüge, bevor die Maschine zur länderspezifischen Ausrüstungsanpassung in die Niederlande überführt wird. Vor wenigen Tagen begann dann auch der Bau der ersten niederländischen Maschine.

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Quelle©Koninklijke Luchtmacht, Georg Mader