Am 16. Jänner unterzeichneten Norwegen und die USA ein Abkommen über technologische Schutzmaßnahmen (TSA), das den Start von US-Trägerraketen und -Satelliten vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya erleichtern wird. Das TSA war notwendig, damit die US-Behörden den Transfer von kommerziellen US-Trägerraketen zu Startanlagen in Norwegen genehmigen können. Ähnliche Abkommen haben die USA unter anderem mit Australien, Neuseeland und Großbritannien geschlossen.

„Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt, um Andøya zu einem der weltweit attraktivsten Standorte für Satellitenstarts zu machen. Die USA sind der größte Satellitenmarkt der Welt. Norwegen und der Andøya Spaceport schätzen die Möglichkeit, Satelliten für US-Kunden zu starten”, so Cecilie Myrseth, die norwegische Ministerin für Handel und Industrie.

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Das Abkommen stellt eine Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Norwegen und den USA dar, da dieser Technologiebereich für beide Länder von großer Bedeutung ist. Es könnte auch der Sicherheit beider Länder zugute kommen. Zudem unterstreicht das Abkommen die Bedeutung Norwegens als verbündete Nation in der Arktis, denn die Raumfahrtinfrastruktur im hohen Norden ist sowohl für Norwegen als auch für die NATO von großem strategischen Wert.

„Dies ist ein wichtiges Abkommen für die norwegische Sicherheit. Raumfahrtaktivitäten werden für die Verteidigungszusammenarbeit immer wichtiger, und Andøya ist sowohl für Norwegen als auch für unsere Verbündeten von großem Wert. Norwegen hat eine führende Rolle in der Raumfahrttechnologie in der Arktis, und durch dieses Abkommen verstärken wir unsere wichtige Zusammenarbeit mit den USA und der NATO auf Andøya”, erklärte Bjørn Arild Gram, der norwegische Verteidigungsminister.

Anfang Dezember hat die norwegische Regierung ein ähnliches Abkommen auch mit Deutschland geschlossen. Damals unterzeichnete der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius den Vertrag mit Verteidigungsminister Gram anlässlich eines Besuches in Norwegen.

Quelle©MoD Norway