Die niederländische Marine hat vorübergehend ein zusätzliches Patrouillenschiff erhalten. Die „DSS Galatea” wurde in Den Helder offiziell von Damen Shipyards an das niederländische Verteidigungsministerium übergeben. Lange bleibt das zivile Schiff nicht im Hafen, denn bereits während des NATO-Gipfels in Den Haag wird es direkt zum Einsatz kommen.
Während des Gipfels patrouilliert die „Galatea” in der Nordsee und trägt dort zur Verbesserung der sogenannten Situational Awareness bei. Zudem soll ihre Präsenz eine abschreckende Wirkung entfalten.
Das niederländische Verteidigungsministerium hat das zivile Schiff angemietet – als Übergangslösung bis zur Indienststellung zweier multifunktionaler Unterstützungsschiffe, die voraussichtlich ab 2027 verfügbar sein werden.
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Die Besatzung der „Galatea” besteht aus zivilen Fachkräften des niederländischen Unternehmens Fugro, das auf Bodenuntersuchungen und maritime Dienstleistungen spezialisiert ist. Je nach Einsatzszenario kann die zivile Crew durch Soldaten der Marine ergänzt werden. Bei Bedarf lässt sich die Einsatzstärke flexibel skalieren, wobei auch Einheiten der Marine oder anderer Bereiche der Streitkräfte zur Unterstützung herangezogen werden können.
Mit dem Einsatz der „Galatea” erhalten die regulären Marineschiffe Spielraum für andere Aufgaben. So kann das niederländische Verteidigungsministerium seine Einheiten gezielter und effizienter für die Hauptaufgabe 1 einsetzen: die mögliche Verteidigung des NATO-Territoriums.
Angesichts der aktuellen Bedrohungslage ist das von großer Bedeutung. Der Militärische Abschirmdienst (MIVD) warnt bereits seit mehreren Jahren davor, dass Russland versucht, wichtige Infrastrukturen in der Nordsee heimlich zu kartieren.
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