Wie der niederländische Staatssekretär Gijs Tuinman Anfang Februar vor dem Parlament berichtete, optimiert die niederländische Royal Air Force die Pilotenausbildung. Ihm zufolge hat das Verteidigungsministerium neue Geräte angeschafft, die ein realistischeres Übungsszenario mit einem gleichwertigen Gegner ermöglichen. Zudem lässt sich auch der feindliche Luftraum simulieren. Damit macht die niederländische Luftraumverteidigung einen großen Schritt in Richtung digitaler Streitkräfte.

Mit den neuen Systemen können die Piloten erlernen, wie sie komplexen und gut koordinierten Flugabwehrsystemen ausweichen oder sie ausschalten können. Außerdem operieren sie in einem simulierten Gebiet, zu dem der Feind den Zugang versperren will. Dabei sind die Flugzeuge tatsächlich in der Luft, die gegnerischen Waffensysteme werden simuliert. In dieser neuen Trainingsumgebung müssen die Flugzeugverbände weniger häufig starten, wodurch sich die Piloten in den zur Verfügung stehenden Flugstunden voll und ganz auf die Bekämpfung des Feindes konzentrieren können.

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„War Room”

Die Infrastruktur besteht aus verschiedenen physischen und virtuellen Technologien. Dazu gehört ein Raum für die Planung, Koordinierung und Simulation von militärischen Übungseinsätzen. Dieser so genannte „War Room” dient als Kommandozentrale und wird in bereits bestehenden Gebäuden untergebracht sein.

Derzeit trainiert das Personal der Luftwaffe die oben genannten Szenarien hauptsächlich im Ausland, was aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Übungsplätzen nur sporadisch gelingt. Ein eigenes, im Inland stationiertes System ermöglicht nun das notwendige häufigere Üben. Da auch international großer Bedarf an dieser Art der Ausbildung besteht, will das niederländische Verteidigungsministerium die Trainingsumgebung in begrenztem Umfang gegen eine Gebühr auch den internationalen Partnern bereitstellen.

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Quelle©Defensie.nl