Seit dieser Woche führen rund 1.500 Soldaten der niederländischen Land- und Luftstreitkräfte im Rahmen der Übung „Falcon Spring” militärische Übungen im Norden des Landes durch. Zum Einsatz kommen rund um den Luftwaffenstützpunkt Leeuwarden etwa 20 Transport- und Kampfhubschrauber – auch eine US-amerikanische Hubschraubereinheit beteiligt sich an der Übung.

Das Defensie Helikopter Commando (DHC) arbeitet bei der Übung eng mit der 11. Luftbeweglichen Brigade zusammen. In verschiedenen Übungsszenarien bringen die Hubschrauber die luftbeweglichen Kräfte ins Einsatzgebiet, wo sie unter simulierten Feindbedingungen strategisch wichtige Ziele einnehmen und sichern müssen.

Ein Großteil der Einsätze findet nachts statt. Hubschraubercrews trainieren regelmäßig Tiefflugmanöver – eine wichtige Fähigkeit, um in Bedrohungslagen durch Radar- und Raketensysteme unentdeckt zu bleiben. Tiefflug erhöht die Überlebensfähigkeit in Gefechten erheblich, erfordert jedoch gezielte und kontinuierliche Schulung.

Doch nicht nur in der Luft wird geübt. Ein Großteil der Operationen findet am Boden statt. Im Rahmen von „Falcon Spring” werden innerhalb kürzester Zeit mehrere temporäre Einsatzbasen errichtet – sogenannte Forward Operating Bases (FOB). In einem realen Konflikt wäre der dauerhafte Aufenthalt an einem zentralen Stützpunkt ein zu großes Risiko. Daher verlegen die Truppen regelmäßig, um mobil und schwer aufklärbar zu bleiben. Die Einsätze starten aus temporären Basen in Drachten, Havelte und Marnehuizen.

Zum ersten Mal trainiert das DHC in einem Szenario mit mehreren mobilen Basen – ein realitätsnahes und strategisch relevantes Konzept. Ziel ist es, die Einsatzkräfte auf zukünftige Missionen vorzubereiten, in denen schnelle Verlegbarkeit und operative Flexibilität gefragt sind.

Für den Aufbau dieser komplexen Infrastruktur ist umfassende logistische Unterstützung notwendig. Dafür wurden rund 150 Fahrzeuge vom Standort Gilze-Rijen in Richtung Norden verlegt.

Quelle©Niederländisches Verteidigungsministerium