Das niederländische Verteidigungsministerium will die Kapazitäten und Einrichtungen für die Rüstungsproduktion im Land erweitern. Davon als erstes betroffen ist das Unternehmen VDL Groep, das eine Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium in diesem Bereich eingeht. Die VDL Groep wird etwa ihren Standort in Born in Limburg erweitern, wie der Vorstandsvorsitzende der VDL Groep, Willem van der Leegte, und Ruben Brekelmans, der Verteidigungsminister, bei einem Pressetermin bekanntgaben.
Ziel dieser Initiative ist, es innovativen Unternehmen zu ermöglichen, sich in den Niederlanden zu vergrößern. Denn um die Sicherheit der Niederlande und ihrer Verbündeten zu gewährleisten, braucht es rasch Verstärkung bei den Streitkräften – „von Kampffahrzeugen bis zu Drohnen, von traditioneller Ausrüstung bis zu Hightech-Systemen”, wie es in einer Aussendung des Ministeriums heißt.
Um dieses Ziel zu erreichen, muss sich das Land nach Ansicht des Verteidungsministeriums stärker an der militärischen Produktion beteiligen, um kürzere Lieferzeiten und -wege zu bieten und dadurch die Abhängigkeit von Ländern außerhalb Europas zu verringern.

Verteidigungsminister Brekelmans lobte die Zusammenarbeit mit der VDL Groep: „Wir sind sehr dankbar, dass das Familienunternehmen VDL bereit ist, unserem Aufruf zu folgen. Ich freue mich, dass das Verteidigungsministerium diese Kooperation eingeht. Dies wird das Flaggschiff der erneuerten Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und Unternehmen sein.”
Unterstützung durch das Verteidigungsministerium
Viele Unternehmen sowie der Verteidigungsbereich verfügen über Kenntnisse über spezifische Ausrüstungen und Waffensysteme. VDL etwa verfügt über das Know-how, die Fähigkeiten und die Infrastruktur, um in großem Maßstab und in hoher Qualität zu produzieren. „Die Streitkräfte brauchen diese Kombination aus Qualität und Umfang”, hieß es seitens des Ministeriums.
Um das Unternehmen beim Aufbau der Rüstungsproduktion zu unterstützen – angefangen beim Standort Born –, prüft das Verteidigungsministerium derzeit verschiedene Methoden. Beispielsweise wird überlegt, ob ein Beitrag durch die Anmietung von Produktionsanlagen geleistet werden kann. Der Verteidigungsbereich könnte aber auch einen Beitrag leisten, indem er Unternehmen findet, die gemeinsam mit VDL die Produktion hochfahren können. Zudem kann das Ministerium dabei helfen, die Nachfrage aus verschiedenen Ländern zu bündeln, damit die Aufträge groß genug sind, um die Produktion bei VDL aufzunehmen.
Win-Win-Situation
Wie das Verteidigungsminsiterium betonte, trage diese Zusammenarbeit nicht nur zur Sicherheit des Landes, sondern auch zum Wirtschaftswachstum bei. Durch die Partnerschaft werden direkt mehr Arbeitsplätze in Limburg geschaffen. Außerdem schaffe die Kooperation mehr Raum für Innovationen, was wiederum zu weiterem Wachstum und Entwicklung führe.
Oder, wie es Verteidigungsminister Brekelmans formulierte: „Es ist in jeder Hinsicht eine Win-Win-Situation. Ein Gewinn für Defence, ein Gewinn für VDL. Ein Gewinn für unsere Sicherheit und ein Gewinn für unsere Wirtschaft. Das zeigt, dass wir als Verteidigungsministerium intensiver mit Unternehmen zusammenarbeiten wollen. Wir brauchen dringend unsere Unternehmer, die Industrie und die Wissenseinrichtungen, um unsere Sicherheit zu gewährleisten, jetzt und in Zukunft.”








