Mit dem Ziel, schnelle, praxisnahe und effektive Innovationen im Bereich unbemannter Flugsysteme (Drohnen) zu ermöglichen, hat das niederländische Verteidigungsministerium die Quick Response Drone Facility (QRDF) ins Leben gerufen.
Die QRDF wird regelmäßig – im Abstand von wenigen Wochen – neue Entwicklungen gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern testen und zur Anwendung bringen. Verteidigungsminister Ruben Brekelmans eröffnete die Einrichtung vor wenigen Tagen offiziell.
„Der Krieg in der Ukraine zeigt schonungslos, welchen Unterschied moderne Technologie auf dem Gefechtsfeld macht”, betonte Brekelmans. „Für die ukrainischen Streitkräfte können Drohnen über Leben und Tod entscheiden. Diese Realität unterstreicht die Notwendigkeit technologischer Überlegenheit – und damit die zentrale Bedeutung der QRDF in unserer Zeit.”
Die neue Einrichtung ist am Drohnenzentrum des Royal Netherlands Aerospace Centre (NLR) angesiedelt. Beteiligte Partner sind zudem TNO, Marin sowie MIND (Military Innovation by Doing). Die Bündelung dieser Kräfte sei kein Zufall, so der Minister: „Unsere Wissenseinrichtungen und Unternehmer zählen zur internationalen Spitze. Unsere Streitkräfte wissen genau, was im Einsatz gebraucht wird. Diese Zusammenarbeit – das nennen wir die ‚Goldene Dreieckspartnerschaft’ – wird in der QRDF gezielt gelebt.”
Niederlande als Impulsgeber
Die QRDF basiert auf Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine. Die Niederlande gelten als treibende Kraft bei der internationalen Bereitstellung von Drohnen für die Ukraine. Parallel dazu wird die Entwicklung und Fertigung unbemannter Systeme auch für die eigene Armee forciert – etwa im Rahmen des Aktionsplans für Produktionssicherheit unbemannter Systeme (APOS).
„Entwickeln Sie gemeinsam ein kostengünstiges und wirkungsvolles Detektionssystem für unsere Drohnen – zum Schutz vor sogenannten ‚Interceptor-Drohnen’. Denn wenn wir Drohnen einsetzen, müssen wir sie auch verteidigen können: gegen Störungen, Abfangversuche und technologische Gegenmaßnahmen”, so Brekelmans an die Partner.
Die eigenen Fähigkeiten sollen so nicht nur effektiver zum Einsatz kommen – auch das Risiko von Verlusten an Personal und Material wird gezielt verringert.
Hier geht es zu unserem Drohnen-Themenbereich mit allen aktuellen News zum Thema.









