Im Rahmen des „Aufbauplans 2032+” und der „Mission Vorwärts” investiert das Österreichische Bundesheer bekanntlich Milliarden in Personal, Gerät und Infrastruktur. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Rüstungschef Generalleutnant Harald Vodosek betonten nun in einer Pressekonferenz den Anspruch, diese Investitionen stärker auf heimische Wertschöpfung auszurichten.

„Unser Ziel ist es, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglichst viel Wertschöpfung im eigenen Land zu halten”, erklärte Tanner (-> Interview mit Militär Aktuell). Bereits jetzt verblieben rund 60 Prozent der Ausgaben des Bundesheeres in Österreich – von Personalkosten bis zu Beschaffungen. Dieses Prinzip solle künftig noch stärker berücksichtigt werden.

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Vodosek unterstrich dabei die Notwendigkeit, vor allem „marktverfügbares und markterprobtes Gerät” zu beschaffen. Der Zeitfaktor sei entscheidend, betonte er: „Das Gerät muss Zukunftspotenzial haben, und idealerweise beschaffen wir in Kooperation mit anderen Ländern.” Neben Geschwindigkeit gehe es auch darum, Versorgungssicherheit durch den Erhalt technologischer Kompetenz in Österreich und Europa sicherzustellen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Rüstungschef Generalleutnant Harald Vodosek – ©Bundesheer/Karlovits
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Rüstungschef Generalleutnant Harald Vodosek bei der Pressekonferenz.

Zwischen 2020 und 2026 belaufen sich die Ausgaben des Bundesheer laut Vodosek auf insgesamt 24,8 Milliarden Euro: 10,6 Milliarden Euro für Personal (100 Prozent in Österreich), 7,7 Milliarden Euro für neues Gerät (50 Prozent in Österreich), 4 Milliarden Euro für Basisleistungen (60 Prozent in Österreich), 1,6 Milliarden Euro für Infrastruktur (100 Prozent in Österreich), 500 Millionen Euro für Munition (30 Prozent in Österreich) und 400 Millionen Euro Sachaufwand (60 Prozent in Österreich).

©Militär Aktuell

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Tanner mit Blick auf potenziell steigende Verteidigungsinvestitionen in heimische Firmen abschließend: „Nicht alles, was das Bundesheer braucht, kann in Österreich produziert werden. Daher ist es notwendig, auch europäische Beschaffungsgemeinschaften zu unterstützen, um rascher zu einer modernen Armee zu kommen.“

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Quelle©Bundesheer/Gorup