Die malaysischen Streitkräfte (MAF) haben den geplanten Erwerb von vier Black-Hawk-Helikoptern im Wert von rund 187 Millionen Ringgit (rund 37 Mio. Euro) gestoppt. Ausschlaggebend war die deutliche Kritik des Yang di-Pertuan Agong, Sultan Ibrahim, der die über 30 Jahre alten Hubschrauber als „fliegende Särge” bezeichnet hatte.
Armed-Forces-Chef General Tan Sri Mohd Nizam Jaffar erklärte gegenüber der Tageszeitung „Utusan Malaysia”, dass die Entscheidung unmittelbar auf das Dekret des Königs zurückgehe. „Die MAF wird den Anweisungen Seiner Majestät stets folgen und keinerlei Vorschlag für Black Hawks mehr unterbreiten. Das neue Ausschreibungsverfahren für Mehrzweckhubschrauber wurde bereits eröffnet.”
Der König, Oberbefehlshaber der Streitkräfte, hatte das Verteidigungsministerium zudem eindringlich ermahnt, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Erst im November 2024 war ein Leasingvertrag über vier UH-60A Black Hawks für das Heeresfliegerkorps gescheitert, nachdem der Lieferant trotz Fristverlängerung nicht rechtzeitig liefern konnte.
Stattdessen wurde nun ein neuer Vertrag zur Anmietung von Mehrzweckhubschraubern für fünf Jahre ausgeschrieben – ebenfalls im Umfang von rund 187 Millionen Ringgit. Laut dem ePerolehan-Portal des Verteidigungsministeriums ist die Ausschreibung Anfang August veröffentlicht worden und läuft bis zum 26. September. In Fachkreisen wird spekuliert, dass die UH-60 Black Hawk weiterhin zu den möglichen Kandidaten gehören könnten.
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