19 Mk3- und sechs Mk3a-Commando-Merlins der Royal Navy wurden von Hersteller Leonardo auf den für den Einsatz auf Schiffen optimierten Mk4/4a-Standard aufgerüstet und haben nun die volle Einsatzfähigkeit (FOC) erreicht. Bei der britischen Marine unterstützen die Helikopter die 3. Kommandobrigade der Royal Marines. Dort können sie von Schiffen aus operieren. Die Aufrüstung fand im Rahmen des Merlin Life Sustainment Programme (MLSP), das von Defence Equipment & Support, der Beschaffungsabteilung des britischen Verteidigungsministeriums, überwacht wird, statt.
Damit wird sichergestellt, dass die Commando Helicopter Force (CHF) in der Lage ist, der 3. Kommandobrigade der Royal Marines und anderen britischen Streitkräften überall auf der Welt Unterstützung bei Luftmanövern zu leisten. Die CHF unterstützt auch die Carrier Strike Group, führt Such- und Rettungseinsätze durch und beteiligt sich bei Bedarf an Operationen zur Drogenbekämpfung und Bekämpfung der Piraterie, an der Sicherheit auf See und an der Unterstützung bei Hurrikanes.
Im Zuge der Aufrüstung wurde ein neues Missionsplanungssystem sowie typenführende synthetische Trainingsausrüstung integriert. Mit der FOC-Erklärung bestätigte die DE&S, dass die Anforderungen der Royal Navy erfüllt und die Systemakzeptanz erreicht wurden. Zu den wichtigsten Upgrades des Hubschraubers gehören ein neuer klappbarer Hauptrotorkopf und ein klappbares Leitwerk, so dass zwei Flugzeuge auf nur einen der Flugzeugträgerlifte passen. Darüber hinaus verfügen die modernisierten Merlins nun über verbesserte Verteidigungsausrüstung mit einem System, das vor feindlichen lasergesteuerten Waffen warnt und diese lokalisiert. Das MLSP wurde im Rahmen eines Einzelauftrags an Leonardo im Wert von 480 Millionen Euro abgewickelt.
„Der Hauptunterschied zwischen dem Mk3/Mk3a und der neuen Variante ist die Tatsache, dass der Mk4/Mk4a vollständig ‚schiffsoptimiert‛ wurde, damit er von Schiffen der Royal Navy aus effizienter operieren kann”, wie Kapitän Neil Mathieson RN Merlin DT Teamleiter bei DE&S, erklärt. „Dies bedeutet, dass die Mk4/Mk4a-Flugzeuge weltweit für alle maritimen Operationen eingesetzt werden können. Um dies zu ermöglichen, wurden wesentliche Änderungen vorgenommen, darunter ein neuer klappbarer Hauptrotorkopf und ein klappbares Heck.”
Die Merlins sind nun für den Einsatz auf den Flugzeugträgern der Royal Navy, den amphibischen Angriffsschiffen, den Fregatten vom Typ 23, den Schiffen der Royal Fleet Auxiliary und dem Zerstörer vom Typ 45 zugelassen.
Ein weiterer Pluspunkt neben den operativen Vorteilen ist der höhere Grad an Gemeinsamkeiten zwischen allen Merlin-Modellen, der mit dieser Aufrüstung erreicht wurde. Das führt zu Effizienzsteigerungen in den Lieferketten, der Wartung, bei plattformübergreifendem Wissen und der Ausbildung, was wiederum erhöhte Interoperabilität im Einsatz ermöglicht.
Clive Scott, SVP UK Business bei Leonardo Helicopters UK, hob hervor: „Die Mk4/4a-Variante setzt den Standard für maritime Einsätze und ist nicht nur einer der wichtigsten Hubschrauber der britischen Streitkräfte, sondern wurde auch von Verbündeten wie Japan, Italien und Polen erworben.”
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