Seit Samstag führt das Kommando Luftunterstützung einen Assistenzeinsatz mit einem Hubschrauber Leonardo AW169 Lion in Tirol durch. Grundlage dafür ist eine Anforderung der Landeswarnzentrale Tirol sowie die ausgerufene Lawinenwarnstufe 4. Der Assistenzeinsatz dient der Unterstützung der örtlichen Lawinenkommission.

Einer der aktuell elf Leonardo AW169B des Bundesheeres wurde am 20. Februar am Hubschrauberstützpunkt Schwaz/Vomp in Tirol stationiert. Es ist der erste dokumentierte Assistenzeinsatz des AW169 Lion. Der Hubschrauberstützpunkt Vomp wurde letztes Jahr für diese Aufgaben für den Leonardo AW169 adaptiert.

©Militär Aktuell

Der AW169 Lion ist derzeit der modernste Hubschrauber des Bundesheeres. Der Hubschrauber verfügt über eine dreiköpfige Besatzung, moderne Avionik, leistungsstarke Sensorik, eine Rettungswinde und zwei Turbinen mit zusammen über 2.000 PS Leistung. Mit einer Reisegeschwindigkeit von über 260 km/h, einer Reichweite von 860 Kilometern und einer Dienstgipfelhöhe von 4.500 Meter ist jeder Einsatzort in Österreich binnen weniger Stunden erreichbar.

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Das Bundesheer erhält insgesamt 36 Maschinen des Typs Leonardo AW169. Sie ersetzen die Alouette III und die OH-58 im Bereich Ausbildung und als Mehrzweckhubschrauber für eine Vielzahl an Einsätzen wie Transport, medizinische Evakuierung, Feuerlöschen, Aufklärung, Luftraumüberwachung und bewaffnete Luftunterstützung.

Heimathorste sind der Fliegerhorst Brumowski – Flugplatz Pabisch in Langenlebarn, der aktuell um 24,2 Millionen Euro für einen neuen Hangar für zwei Staffeln des Systems AW169 adaptiert wird, sowie der Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal, wo derzeit auch die Typenwerft für das System AW169 entsteht.

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont: „Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. In enger Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden stellt das Bundesheer rasch und flexibel Fähigkeiten bereit, die im alpinen Katastrophenfall entscheidend sein können. Unsere Soldatinnen und Soldaten unterstützen dort, wo spezielle militärische Mittel – insbesondere aus der Luft – Leben schützen können.”

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Quelle©Militärkommando Tirol