Hensoldt hat zwischen Oktober 2024 und Jänner 2025 einen Auftragseingang von mehr als 1,4 Milliarden Euro verbucht. Alle Geschäftsbereiche trugen dazu bei – darunter Aufträge für das Eurofighter Mk1-Radar, die optronischen Systeme des Leopard 2A8 und die Modernisierung des Elektronischen Kampfzentrums (ZEK) der Bundeswehr.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist laut einer Aussendung des Unternehmens die Verlängerung des ECRS Mk1-Projekts (Eurofighter Common Radar System Mark 1) mit einem Volumen von rund 350 Millionen Euro. „Diese Auftragserweiterung sichert die Entwicklung eines zulassungsfähigen, robusten Eurofighter Mk1-Radars für Deutschland und Spanien”.

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Ein weiterer Großauftrag betrifft optronische und optische Systeme für insgesamt 123 Leopard 2A8-Kampfpanzer mit einem Gesamtwert von über 68 Millionen Euro. „Diese hochmodernen Optroniklösungen ermöglichen es den Streitkräften Deutschlands und Norwegens, sich auf dem dynamischen Schlachtfeld der Zukunft erfolgreich zu behaupten”, so Hensoldt. Zudem trägt die Modernisierung des Sensorsystems des Spähpanzers Fennek mit knapp 56 Millionen Euro zum Auftragsbestand bei. Der Auftrag umfasst 92 Sätze des BAA III-Beobachtungs- und Aufklärungssystems, das neue Maßstäbe in der militärischen Aufklärung setzt.

Zusammen mit Airbus wird Hensoldt zudem das Elektronische Kampfzentrum (ZEK) der Bundeswehr umfassend modernisieren. Das IT-SEKUS ZEK-Programm wird in den kommenden vier Jahren die Luftwaffe mit modernster Software- und Hardware-Technologie ausstatten, um die „langfristige Einsatzbereitschaft fliegender Waffensysteme sicherzustellen und einen entscheidenden Schritt in Richtung Software Defined Defence (SDD) zu gehen”, heißt es in der Aussendung. Das Projekt hat ein Auftragsvolumen von 38 Millionen Euro.

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„Wie in der Verteidigungsbranche üblich, haben wir zum Jahreswechsel eine große Zahl von Aufträgen erhalten. Jetzt geht es darum, zu liefern – und darauf reagieren wir mit Kapazitätserweiterungen und Effizienzsteigerungen. Wir sind genau auf Kurs”, erklärt Christian Ladurner, CFO von Hensoldt. „Der hohe Auftragseingang unterstreicht zudem die zentrale Bedeutung von Sensorlösungen und elektronischen Systemen für eine effektive Verteidigung. Hier sehen wir weiterhin großes Wachstumspotenzial”, so Ladurner weiter.

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