General Dynamics European Land Systems-Steyr (GDELS-Steyr) mit Sitz in Wien-Simmering treibt die Weiterentwicklung seines 6×6 Pandur Evolution weiter voran. Ziel ist es, die Variabilität der Plattform weiter zu demonstrieren – nun auch mit einem neuen Brückenlegekonzept auf Basis des Systems Viper von GDELS-Bridge Systems.
Das Österreichische Bundesheer hat den Pandur Evolution in den vergangenen Jahren breit eingeführt. Nach der ursprünglichen Bestellung von 100 Fahrzeugen wurden Anfang 2024 bekanntlich weitere 225 Stück in zwölf unterschiedlichen Varianten geordert. Darunter befinden sich unter anderem Versionen mit dem Fliegerabwehrturm Skyranger, einem 120-Millimeter-Mörser, als Medevac-Ausführung sowie für die elektronische Kampfführung.
Parallel dazu zeigte GDELS-Steyr wiederholt die Vielseitigkeit der Plattform bei internationalen Messen und Symposien: Bereits auf der Airpower 2023 wurden Konfigurationen mit dem Saab-Radar Giraffe und dem Luftabwehrsystem Mistral Atlas RC von MBDA präsentiert. Auf der RÜNET 2023 folgte ein Pandur mit 30-Millimeter-Kanone und Späh-Equipment als möglicher Fennek-Nachfolger. Für Spezialkräfte wurde eine Variante mit Valhalla Nimrod 300-Waffenstation und Switchblade 300 Loitering Munition vorgestellt. In den USA präsentierte GDELS-Steyr darüber hinaus eine neue Flugabwehrvariante mit unbemanntem RIwP-Turm von Moog, ausgerüstet mit XM914-Maschinenkanone (30×113 mm) und Stinger-Raketenstartern.
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Neu im Demonstrationsportfolio ist nun die Integration des Viper-Brückenlegesystems. Dieses besteht aus modularen Aluminium-Brückenabschnitten, die zu 5-, 7- oder 9-Meter-Brücken kombiniert werden können. Die Verlegung erfolgt über eine speziell angepasste Vorrichtung am Fahrzeug, deren Seilwinde elektrisch, hydraulisch oder manuell betrieben werden kann. Bereits ein Team von vier Soldaten kann eine 5-Meter-Brücke in nur fünf Minuten ausbringen oder wieder einholen.
Trotz ihres geringen Eigengewichts – ein Trägerfahrzeug von nur vier Tonnen reicht als Gegengewicht – ermöglichen die Brücken Lasten bis zu MLC 50, unabhängig von der gewählten Länge.
GDELS-Steyr nannte zwar keinen konkreten potenziellen Kunden, doch der Bedarf an mobilen Brückenlegesystemen ist in nahezu allen Streitkräften offensichtlich. Mit der Integration auf dem vergleichsweise leichtgewichtigen Pandur Evolution steht vor diesem Hintergrund zudem eine Plattform zur Verfügung, die einen unkomplizierten und flexiblen Einsatz ermöglicht.
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