Finnland hat die Altersobergrenze für Reservisten mit 1. Jänner 2026 auf 65 Jahre angehoben. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde bereits am 22. Dezember 2022 vom Präsidenten der Republik gebilligt, wie das Verteidigungsministerium nun im Rahmen einer aktuellen Mitteilung bekräftigte.
Künftig bleiben wehrpflichtige Personen unabhängig von ihrem Dienstgrad bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden, in der Reserve. Für Offiziere im Rang eines Obersts oder Kapitäns (beziehungsweise höher) gilt weiterhin keine Altersobergrenze: Sie verbleiben – wie bisher – so lange in der Reserve, wie ihre militärische Einsatzfähigkeit gegeben ist.
Durch die Reform verlängert sich die Wehrpflichtzeit für Mannschaften um 15 Jahre sowie für Unteroffiziere und Offiziere um fünf Jahre. Damit erhalten die finnischen Streitkräfte und der finnische Grenzschutz deutlich mehr Spielraum, um im Krisen- und Verteidigungsfall geeignetes Personal – unabhängig vom Dienstgrad – auf Schlüsselpositionen einsetzen zu können.
Verteidigungsminister Antti Häkkänen betonte die strategische Bedeutung der Maßnahme: „Während einer fünfjährigen Übergangsphase wird die Zahl der Reservisten um rund 125.000 Personen steigen. Im Jahr 2031 wird Finnland über etwa eine Million Reservisten verfügen. Diese und weitere Maßnahmen zur Stärkung unserer Verteidigung zeigen klar, dass Finnland seine Sicherheit heute und in Zukunft gewährleistet.”
Begrenzter Personenkreis betroffen
Die Gesetzesänderung basiert auf dem Regierungsprogramm von Ministerpräsident Petteri Orpo und betrifft in der Praxis nur einen relativ begrenzten Personenkreis. So können etwa nur jene Reservisten zu Wiederholungsausbildungen einberufen werden, denen bereits konkrete Aufgaben im Verteidigungsfall zugewiesen wurden. Für die Teilnahme an der freiwilligen Landesverteidigung gilt weiterhin keine Altersobergrenze.
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