Im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) hat Dänemark zusätzliche Feuereinheiten des bodengebundenen Mittelstrecken-Luftverteidigungssystems Iris-T SLM von Diehl Defence bestellt. Der entsprechende Vertrag wurde am 4. Dezember in Koblenz unterzeichnet. Damit verstärkt Kopenhagen seine Fähigkeiten in der Surface Based Air and Missile Defense (SBAMD) – zum Schutz der Bevölkerung, kritischer Infrastruktur und der eigenen Streitkräfte.
Bereits im Juli hatte sich das dänische Verteidigungsministerium für das einsatzerprobte System von Diehl Defence entschieden, um eine rasch verfügbare Zwischenlösung zu erhalten. Der nun unterzeichnete Vertrag bildet die sogenannte „permanente SBAMD-Lösung”. Für Diehl Defence ist die erneute Auswahl durch einen bestehenden Kunden ein „klares Vertrauenssignal”, wie es in einer Aussendung des Unternehmens heißt.
Wie schon zuvor wurde der ESSI-Standardvertrag genutzt, der beschleunigte und unbürokratische Beschaffungen ermöglicht. Insgesamt elf ESSI-Staaten – darunter Dänemark – setzen inzwischen auf Iris-T SLM. Mit der wachsenden Nutzerbasis steigen die Synergien in Betrieb, Ausbildung und Logistik, was die Systeme langfristig noch wirtschaftlicher und interoperabler macht.
Iris-T SLM ist für die Abwehr von Flugzeugen, Hubschraubern, Marschflugkörpern und Drohnen ausgelegt. Es wirkt auf Ziele in bis zu 40 Kilometern Entfernung und in 20 Kilometern Höhe. Eine Feuereinheit umfasst Raketenwerfer, Radar und Gefechtsstand. Das System bietet echte 360-Grad-Abdeckung, hohe taktische Mobilität, verlegefähige Werfer, Mehrzielbekämpfung und benötigt nur wenig Personal. Laut Nutzerangaben erreicht Iris-T SLM selbst unter komplexen Angriffswellen mit mehr als 15 Zielen eine außergewöhnlich hohe Trefferquote.
Mittlerweile vertrauen 21 Staaten auf Produkte der Iris-T-Familie – sei es als Luft-Luft-Lenkwaffe oder als bodengebundenes Luftverteidigungssystem.
Hier geht es zu weiteren Meldungen rund um die dänischen Streitkräfte und hier zu weiteren Meldungen rund um Diehl Defence.








