Nach rund zehn Jahren Entwicklungsarbeit präsentierte das österreichische Technologieunternehmen Muse Electronics kürzlich mit dem Backbone das „sicherste Tablet der Welt”.

Was macht man, wenn ein Produkt höchsten Sicherheitsansprüchen genügen soll? „Man entwickelt es so lange weiter, bis man sein Ziel erreicht hat!” Philipp Lechner lächelt. Der Geschäftsführer des Wiener Unternehmens Muse Electronics verfügt über langjährige Erfahrung im Business Development für Defence- und Security-Hersteller und weiß daher um die hohen Anforderungen, die Militärs und Sicherheitsorganisationen an Produkte stellen – und das gilt für schweres Gerät ebenso wie für vermeintliche Beiläufigkeiten wie das von seinem Unternehmen entwickelte Backbone-Tablet.

„Ein Tablet ist für einen Soldaten weit mehr, als für uns zu Hause auf der Wohnzimmercouch.“

Backbone-Chef Philipp Lechner

Wobei Lechner das Wort „Beiläufigkeiten” so ganz und gar nicht stehen lassen möchte: „Ein Tablet ist für einen Soldaten weit mehr, als für uns zu Hause auf der Wohnzimmercouch.” Ja, auch mit dem Backbone lassen sich Fotos machen und E-Mails verschicken. Viel wichtiger aber noch: Über das Tablet können Lagebilder geteilt und bearbeitet, kritische Informationen abgerufen und viele weitere für das Gelingen von Missionen essenzielle Daten und Mitteilungen erstellt, empfangen und verarbeitet werden. Oder anders formuliert: Ohne Backbone wären auch die schweren Geräte für Soldaten nur die Hälfte wert.

@Backbone
Sieht unauffällig auf, punktet aber mit großem Leistungsvermögen und höchsten Sicherheitsansprüchen – das Backbone-Tablet von Muse Electronics.

Zurück zum Thema Sicherheit, das für die überdurchschnittlich lange Entwicklungszeit von zehn Jahren hauptverantwortlich war. „Die Zeit war aber notwendig, um ohne Kompromisse tatsächlich alle Sicherheitslücken schließen und das sicherste Tablet der Welt auf den Markt bringen zu können”, sagt Lechner im Gespräch mit Militär Aktuell. Das Rückgrat des Sicherheitskonzeptes bildet eine völlig neu gedachte System­architektur. Was andere Hersteller mit Software lösen, geschieht beim Backbone auf Hardware-Ebene. Dabei dienen externe und individuell konfigurierbare Bootmedien als Speicher und Schlüssel zugleich. Damit lässt sich – freilich nur nach kryptografischer Authentifizierung – der Zugriff auf sicherheitskritische Funktionen wie Kamera, Mikrofon, GPS, WLAN oder Bluetooth aktivieren und deaktivieren. Aber auch der Zugriff auf hinterlegte Daten. Sämtliche domänenbezogene Daten werden automatisch und ausschließlich auf dem verbundenen Bootmedium verarbeitet und gespeichert.

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Lechner: „Unsere patentierte Lösung ermöglicht somit die volle Kontrolle über Daten unterschiedlicher Sicherheitsdomänen. Potenzielle Fehlerquellen sowie Risiken eines Missbrauchs werden auf Hardwareebene maximal reduziert. Dadurch verhindern wir nachweislich den unerlaubten Zugriff auf deaktivierte Module. Erstmals wird es dadurch auch möglich, gleichzeitig Daten mehrerer Sicherheitsdomänen physikalisch getrennt auf einem Tablet zu bearbeiten sowie zu speichern.” Nachsatz: „Erkennt das System einen Manipulationsversuch oder eine Beschädigung, löst Backbone automatisch Sicherheitsroutinen aus. Das schließt einen Verlust missionskritischer Daten aus.”

Damit aber noch nicht genug, haben Lechner und sein Team dem Device zudem eine ultra-robuste Hülle verpasst: Das Tablet ist vollständig wasserdicht , staub- und kratzfest, kälte- sowie hitzebeständig. Lechner abschließend: „Backbone schließt durch seine patentierte Systemarchitektur Fehler aus, die in Stressituationen passieren können. Das macht Backbone so einzigartig.”

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Quelle@Backbone