Erst vor knapp zwei Wochen hat das dänische Parlament eine Aufstockung des Verteidigungsbudgets im Rahmen eines Beschleunigungsfonds um 6,7 Milliarden Euro beschlossen. Nun gibt es auch die ersten Investitionen, die aus diesem Fonds finanziert werden. So kauft das dänische Verteidigungsministerium neue Ausrüstung für die Soldaten – etwa Gewehre, Pistolen und thermische Sichtgeräte – um circa 268 Millionen Euro. Weitere 160 Millionen Euro werden in neue Waffen wie Maschinengewehre, Panzerabwehrwaffen und Angriffsdrohnensysteme mit kurzer Reichweite investiert.
Innerhalb von zwei Tagen verkündete der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen die beiden Deals. Speziell die Anschaffung neuer Ausrüstung hält er für bedeutend: „Dänemark braucht eine moderne und hochprofessionelle Verteidigung, und die Investition in die Ausrüstung der Soldaten ist ein wichtiger Schritt. Es ist wichtig, dass unsere Soldaten die notwendige Ausrüstung haben, um ihren Auftrag zu erfüllen.”
Mit dem Kauf wird die Ausrüstung der Soldaten aktualisiert und modernisiert. Neben den bereits eingangs erwähnten Ausrüstungsgegenständen werden auch taktische Funkgeräte und -Ausrüstungen, taktische Scheinwerfer, Feldferngläser und andere individuelle Gerätschaften beschafft. Vor allem bei Nacht, beziehungsweise Dunkelheit, soll die Kampfkraft der Soldaten erhöht werden. Deswegen wird in Nachtzielgeräte für schwere Maschinengewehre, Nachtsichtbrillen und Wärmebildferngläser investiert. Die Anschaffungen erfolgen dabei auf Empfehlung des Verteidigungsministers.
Dieser meinte: „Wir befinden uns in der ernstesten Sicherheitslage seit Jahrzehnten. Deshalb ist es wichtig, dass die Soldaten nicht einfach nur neue Ausrüstung erhalten. Es muss eine Ausrüstung sein, die in einer Zeit, in der die Aufgaben immer komplexer werden, eine höhere Kampfkraft schafft.”
„Diese Art von Drohnen hat auf dem Schlachtfeld in der Ukraine einen entscheidenden Unterschied gemacht, und daraus lernen wir jetzt.”
Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen über die neuen Drohnensysteme.
Neben der individuellen Ausrüstung investieren die Streitkräfte des Landes auch in zusätzliche Einheitswaffen – also Waffen, die nicht von einzelnen Soldaten, sondern von Einheiten bedient werden. Zu den in dem 160-Millionen-Euro-Deal inkludierten Waffen gehören leichte und schwere Maschinengewehre, verschiedene Arten von Panzerabwehrwaffen, Waffenstationen und Angriffsdrohnensysteme mit sehr kurzer Reichweite.
Im Allgemeinen handelt es sich dabei um Waffen, die bereits in den dänischen Streitkräften zum Einsatz kommen und die daher schnell an Robustheit gewinnen können. Bewaffnete Drohnen sind jedoch eine neue Fähigkeit und werden daher eine besondere Verstärkung der Kampfkraft darstellen, sobald die Ausbildung an den Systemen abgeschlossen ist. „Ich freue mich besonders, dass wir auf der Grundlage der Lehren aus dem Krieg in der Ukraine nun auch in bewaffnete Drohnen investieren. Diese Art von Drohnen hat auf dem Schlachtfeld in der Ukraine einen entscheidenden Unterschied gemacht, und daraus lernen wir jetzt”, so Lund Poulsen.








