Das niederländische Verteidigungsministerium ruft die Industrie dazu auf, Lösungen zum Schutz vor Drohnen zu entwickeln. Unternehmen mit einer guten Idee oder einem brauchbaren Produkt können sich jetzt offiziell für die sogenannte „Counter Strikedrone Challenge” anmelden.

Die Vorschläge der Unternehmen müssen einem klar definierten operativen Ziel der niederländischen Streitkräfte entsprechen. Es geht also nicht um eine bestimmte Art von Produkt, sondern um Lösungen, die in der Praxis funktionieren. Dabei handelt es sich beispielsweise um neue Methoden, um Drohnen zu erkennen, zu identifizieren oder außer Gefecht zu setzen.

Feindliches Gebiet

Das hat einen besonderen Aspekt. Mit dieser Challenge konzentriert sich das Ministerium darauf, eine feindliche Drohne so schnell wie möglich zu deaktivieren, auch wenn sie sich in feindlichem Gebiet befindet. Es wird also nicht gewartet, bis eine solche Drohne über dem Gebiet der Niederlande oder einem seiner Verbündeten ist.

Niederlande: Counter Strikedrone Challenge zum Schutz vor Drohnen – ©Mediacentrum Defensie
Um der Bedrohung durch etwa iranischen Shahed-Drohnen entgegenzuwirken, hat das niederländische Verteidigungsministerium die „Counter Strikedrone Challenge” ins Leben gerufen.

Mit dem Innovationswettbewerb soll dazu beigetragen werden, bestehende Lösungen auf dem Markt schneller zu finden und einzusetzen. Unternehmen mit einem guten Plan können auf eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium zählen. So will das Ministerium mit den Unternehmen eine langfristige Partnerschaft aufbauen, um sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

Zusammenarbeit mit dem Markt

Organisiert wird die Challenge gemeinsam mit Defport – einer öffentlich-privaten Plattform der Ministerien für Verteidigung und Wirtschaft. Innerhalb von Defport arbeiten Regierung, Industrie, Finanzinstitute und Wissensinstitute intensiv zusammen. Sie diskutieren unter anderem, wie innovative Produkte schneller entwickelt und finanziert werden können.

Pankl Geschäftsführer Wolfgang Plasser im Interview

Das Verteidigungsministerium möchte diese Zusammenarbeit weiter stärken. Neben der Challenge werden daher sogenannte Mindbases eröffnet. Das sind Orte, an denen sich das Verteidigungsministerium und Unternehmen treffen können. Darüber hinaus wird eine Kooperationsvereinbarung mit der niederländischen Behörde für Unternehmertum (RVO) abgeschlossen, um die Zusammenarbeit für Unternehmen zu erleichtern.

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Quelle©Mediacentrum Defensie