Vor wenigen Tagen hat die Bundeswehr am Luftwaffenstandort Köln-Wahn eine neue zentrale Organisation in Dienst gestellt: die Continuing Airworthiness Management Organisation der Bundeswehr (CAMOBw). Sie ist künftig für den sicheren technischen Betrieb aller militärischen Luftfahrzeuge zuständig – vom Transportflieger über Kampfflugzeuge bis zum Hubschrauber.

Die CAMOBw setzt dabei auf einheitliche technische Standards, die sich an den European Military Airworthiness Requirements (EMAR) orientieren. Deutschland setzt diese Vorgaben national als Deutsche Military Airworthiness Requirements (DEMAR) um. Einheitliche Regeln sind insbesondere für internationale Projekte wie den A400M oder den gemeinsamen C-130J-Verband mit Frankreich entscheidend – sowohl für die Instandhaltung als auch für Sicherheit und Interoperabilität.

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Erstmals bündelt die Bundeswehr damit die bislang auf Luftwaffe, Heer, Marine und BAAINBw verteilte Verantwortung. Die neue Organisation verfügt über 512 Dienstposten und arbeitet teilstreitkraftübergreifend. Personal aus allen Bereichen bringt sein Fachwissen ein – sichtbar symbolisiert durch die farbliche Gestaltung der internen Bereiche. Leiter ist Brigadegeneral Uwe Angermeyer, bisher Chef des Aufbaustabs.

Der Übergang erfolgt stufenweise: Mit 1. August übernahm die CAMOBw den technischen Betrieb der Luftwaffe, ab 1. September folgt das Heer, die Marine spätestens bis 2030. Grundlage für die Zulassung ist ein gemeinsam erarbeitetes Betriebshandbuch, zunächst mit Fokus auf den A400M.

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Quelle©Bundeswehr/Tesche