Die Teilnahme einer Delegation des Österreichischen Bundesheeres an einer kürzlich in Slowenien abgehaltenen Demonstration sogenannter Loitering Munition erfolgte offenbar nicht ohne Hintergrund: Wie die Presse berichtet, wird im Verteidigungsministerium bereits konkret an der Einführung entsprechender Systeme gearbeitet.

Dabei handelt es sich – entgegen häufigen Missverständnissen – nicht um klassische Drohnen, sondern um Präzisionswaffen, die in der Lage sind, über längere Zeiträume im Zielgebiet zu kreisen und auf Kommando zuzuschlagen. Laut Presse sollen diese Systeme künftig „flächendeckend in der Kampftruppe abgebildet werden”.

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Eine konkrete Typenentscheidung steht jedoch noch aus. Bundesheer-Sprecher Oberst Michael Bauer betont, dass derzeit „noch keine genauen Wirkmittel definiert” seien. Bei der Auswahl werde besonderes Augenmerk auf einfache Handhabung gelegt – ein Hinweis darauf, dass die Systeme auch auf tieferer taktischer Ebene zum Einsatz kommen könnten.

Bis zur finalen Auswahl und tatsächlichen Einführung dürfte es allerdings noch etwas dauern. Denkbar ist dabei auch die Beschaffung mehrerer unterschiedlicher Systeme, die sich in Reichweite, Sprengkraft und Einsatzprofil unterscheiden. Die Anschaffung soll laut Bauer „in den nächsten Jahren” erfolgen.

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Quelle©Militär Aktuell/Zacharias