Um sich künftig besser auf mögliche Krisenszenarien vorbereiten zu können, verstärken das Bundesheer und die Internet Service Providers Austria (ISPA) – Verband der österreichischen Internet-Anbieter, den Austausch und die Zusammenarbeit. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und die Vize-Präsidentin der ISPA, Natalie Ségur-Cabanac, unterzeichneten dazu am 1. August eine Absichtserklärung.

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und ISPA-Vize-Präsidentin Natalie Ségur-Cabanac unterzeichneten die Absichtserklärung.

„Mit der fortschreitenden Digitalisierung ist der Diskurs gerade im Bereich der Cybersicherheit unbedingt notwendig. In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie wichtig die richtige Vorsorge für Krisenszenarien ist und das gilt auch für den digitalen Raum. Mit dieser Kooperation wird die Zusammenarbeit des Bundesheeres mit einem zuverlässigen Partner vertieft. Wir intensivieren vor allem den Austausch, damit wir für bevorstehende Herausforderungen bestmöglich vorbereitet sind”, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

„In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, wie wichtig die richtige Vorsorge für Krisenszenarien ist und das gilt auch für den digitalen Raum.“

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

Ziel der Absichtserklärung ist es, den aktuellen Austausch zwischen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und der ISPA zu institutionalisieren und zu stärken. Besonders in den Bereichen der Resilienz, Gefahrenanalyse und Krisenkommunikation sollen fachliche Informationen ausgetauscht werden. Informationsoffiziere des Bundesheeres sollen künftig bei Bedarf Vorträge halten und auch Vertreter der ISPA werden ihre fachliche Expertise bei Veranstaltungen einbringen. Ein weiterer Punkt ist die Weitergabe von Fachwissen in Lehrgängen, zum Beispiel zur Cybersicherheit. Da Autarkie und Autonomie beim Bundesheer in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben, wird gemeinsam mit der ISPA an Konzepten zur Resilienz dieser Autarkie gearbeitet.

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ISPA-Vize-Präsidentin Natalie Ségur-Cabanac sagte: „Das Internet gehört zur kritischen Infrastruktur jedes Landes und seine Krisensicherheit ist unabdingbar. Die österreichische Internetwirtschaft hat viel Erfahrung, auch aus dem Telekomsektor, der schon jetzt hohen Resilienz-Anforderungen unterliegt, und kann diese Expertise in die Cybersicherheit mitbringen. Denn damit Sicherheitskonzepte tatsächlich effektiv sind, müssen sie umfassend geplant und umgesetzt werden. Umso mehr freuen wir uns über den Austausch mit dem Bundesheer und damit einen Beitrag zur Sicherheit Österreichs leisten zu können.”

„damit Sicherheitskonzepte tatsächlich effektiv sind, müssen sie umfassend geplant und umgesetzt werden.“

ISPA-Vize-Präsidentin Natalie Ségur-Cabanac

Der Bereich Cyber Security erlangt seit Jahren national und international eine immer größere Bedeutung. Die Austrian Cyber Security Challenge ist Österreichs erste IT Security Talentsuche zur Rekrutierung junger talentierter Menschen. Auch das Bundesheer sucht laufend Talente in diesem Bereich und einige der ehemaligen Teilnehmer arbeiten nun im Verteidigungsministerium. Im vergangenen Jahr startete der neue Fachhochschul-Bachelor-Studiengang für „militärische informations- und kommunikationstechnologische Führung”, für den sich zukünftige IKT-Offiziere bewerben können.

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