Die brasilianische Luftwaffe (FAB) hat im November einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Erstmals wurden Meteor-Lenkwaffen vom Typ Beyond Visual Range Air-to-Air Missile (BVRAAM) von MBDA mit dem neuen Mehrzweckkampfflugzeug Saab Gripen E abgefeuert – und beide Raketen trafen ihre Ziele präzise auf große Entfernung.
Die Schüsse erfolgten im Rahmen der groß angelegten Übung „BVR-X” auf der Luftwaffenbasis Natal. Vier Gripen E waren beteiligt – erstmals nutzten FAB-Pilotinnen und -Piloten sowie Technikteams die Meteor unter realitätsnahen Gefechtsbedingungen. Die Übung wurde vom 1. Luftverteidigungsregiment (1º GDA) durchgeführt.
„Die Übung ,BVR-X’ war ein entscheidender Schritt zur Erweiterung der Fähigkeiten des F-39E Gripen. Die Kombination aus Gripen und Meteor projiziert brasilianische Kampfkraft und stärkt die notwendige Abschreckung. Mit modernen Sensoren, Missionssystemen und elektronischer Kampfführung – gepaart mit einer Lenkwaffe, deren Ausweichen praktisch unmöglich ist – besitzt Brasilien nun einen deutlichen Vorteil im Luftkampf”, betonte Generalmajor Breno Diogenes Gonçalves, Kommandant der Basis Natal.
Auch Saab und MBDA lobten den Erfolg. „Gripen und Meteor heben Brasilien in einen exklusiven Kreis von Staaten mit Zugang zu dieser Technologie”, sagte Peter Dölling, Geschäftsführer von Saab Brasilien. Für MBDA unterstreicht die Meteor einmal mehr die Stärke europäischer Kooperation: „Die Rakete ist ein Gamechanger – und wir sind stolz, dass Brasilien nun über diese Fähigkeit verfügt”, so Ricardo Mantovani, VP Export Sales Americas.
Die Meteor gilt weltweit als eines der leistungsfähigsten Luft-Luft-Waffensysteme. Ihr Staustrahltriebwerk liefert Schub bis zum Ziel, was eine außergewöhnlich große No-Escape-Zone schafft. Dank ihrer hohen Endphasenmanövrierfähigkeit und des Splittergefechtskopfes kann sie eine Vielzahl von Zielen bei Tag und Nacht, jedem Wetter und selbst in intensiver elektronischer Kampfführung bekämpfen.
Für die Übung wurde die FAB von Saab, MBDA und weiteren Dienststellen unterstützt. Als Ziele dienten zwei manövrierfähige Mirach-100/5-Drohnen, die Geschwindigkeit und Flughöhe moderner Kampfflugzeuge simulierten.
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