Im Rahmen des Mobility Days von General Dynamics European Land Systems (GDELS) hat das österreichische Start-up Booxit auf dem GDELS-Testgelände im schweizerischen Bürglen eine neuartige Drohnen-Transportplattform vorgestellt.
Kern der Innovation ist ein Drohnen-Transport-Adapter, der sich in das modulare Logistiksystem von Booxit integriert. Die namensgebenden, an Legosteine erinnernden Mehrwegboxen bestehen aus faserverstärktem Kunststoff, sind stapelbar, miteinander verbindbar und verfügen über integrierte Sensorik zur Echtzeit-Datenerfassung. Jeder Box ist ein digitaler Zwilling zugeordnet, der Standort und Inhalt präzise dokumentiert – auf Wunsch auch ergänzt durch klassische Strich- oder QR-Codes.
„Unser Ziel ist eine nahtlose Versorgungskette vom zivilen Partner bis an die vorderste Linie – ohne Umpacken, Umladen oder manuelles Sortieren”, erklärt Peter Entenfellner, Mitgründer und Geschäftsführer von Booxit, gegenüber Militär Aktuell. Die neue Transportplattform wurde speziell für den drohnengestützten Nachschubtransport entwickelt. Sie verfügt über Radar- und NFC-Technologie, einen aktiven Schließmechanismus sowie eine clevere Selbstzentrierung: Große Öffnungen auf der Adapterplatte docken auf die Zapfenstruktur der Boxen – ein kleiner Motor fährt daraufhin eigene Zapfen aus, die die Plattform zentrieren und fixieren. Entenfellner: „Das erlaubt uns, auf einen exakten Anflug der Drohne zu verzichten – die Plattform erledigt die Feinjustierung selbst.”
Booxit verfolgt mit seinem neuen Adapter einen drohnenagnostischen Ansatz – das System ist also universell einsetzbar. Die robuste Plattform trägt dabei bis zu 400 Kilogramm und wurde kürzlich auch beim Tag der Bundeswehr in einer Flugvorführung präsentiert.
„Vertrauen kann man nicht befehlen – man muss es sich erarbeiten”
Hervorgegangen ist Booxit aus dem vom Verteidigungsforschungsprogramm FORTE des Bundesministeriums für Finanzen geförderten und von der FFG abgewickelten Projekts RESISTANT, an dem unter anderem die Johannes Kepler Universität Linz, die FH Wien, das Logistikum Steyr, die Start-ups Compunity und Loconiq sowie das Österreichische Bundesheer beteiligt waren.
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