Bei der Bundeswehr geht es für die Soldatinnen und Soldaten im Wachbataillon beim Empfang von Staatsgästen, Zapfenstreich und Ehrengeleit um das perfekte Bild. Aber sie haben auch einen infanteristischen Auftrag: die Verteidigung von Regierungsgebäuden im Spannungs- und Verteidigungsfall. Dazu trainieren sie den Orts- und Häuserkampf sowie den Objektschutz. Bei der Übung „Bollwerk Bärlin” wird der Ausbildungsstand überprüft.
Der Hauptstadtauftrag des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal, denn der infanteristische Kampf in einer Großstadt wie Berlin ist mit besonderen Herausforderungen verbunden: Enge Straßen und hohe Gebäude sorgen für schlechte Sicht- und Funkverbindungen. Eine besondere Herausforderung ist der Kampf im Untergrund einer U-Bahn-Station.
Infanteriemunition aus Schwanenstadt – Besuch bei Rheinmetall WM ARGES
Das Ausbildungsszenario Kampf im Untergrund fand in den frühen Morgenstunden des 19. November im Übungstunnel an der U-Bahn-Station Jungfernheide statt. Das Szenario sah den Einsatz von Sicherungskräften – darunter auch Scharfschützen – zur Lagedarstellung in der Nähe der U-Bahnstation vor. Mehrere Infanteriegruppen betraten im Laufe der Übung gestaffelt den Übungstunnel und operierten in diesem.
Die erste Infanteriegruppe erreichte in dem Tunnel einen U-Bahn-Zug, der durch Saboteure zum Stehen gebracht worden ist. Dabei fand die Gruppe dort eine größere Menge verletzter Personen vor. Der Gruppenführer musste entscheiden, ob er sich direkt um die Erstversorgung dieser Menschen kümmert oder zunächst die Suche nach den Saboteuren fortsetzt.
In Folge dieser Entscheidung wurden ein kurzes Feuergefecht, das Evakuieren und Bergen von verletzten Personen, die Festnahme eines Saboteurs und das Nachführen weiterer Infanteriegruppen zur Verstärkung geübt.
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