Das hydrographische Vermessungsschiff „Zr.Ms. Luymes” und der Minenjäger „Zr.Ms. Schiedam” sind in der vergangenen Woche nach Den Helder zurückgekehrt. Beide Schiffe waren in den letzten Monaten im Rahmen der NATO-Operation „Baltic Sentry” als Teil der Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG1) in der Ostsee im Einsatz. Der Schutz kritischer Infrastruktur wie Pipelines, Energie- und Datenkabeln ist bei dieser Mission das Ziel.

Seit längerer Zeit ist die kritische Infrastruktur in der Ostsee Ziel von Sabotageakten. Deswegen führen die Schiffe bei „Baltic Sentry” täglich Patrouillen durch. Dabei werden auch die Besatzungen verdächtiger Schiffe befragt.

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Mit einer überwiegend belgischen Besatzung fungierte die „Zr.Ms Luymes” als Flaggschiff des Flottenverbands. Das Schiff nahm vier Monate lang teil, die „Schiedam” einen Monat kürzer. Die niederländischen Schiffe ziehen sich aber nicht aus der Operation zurück, sie werden lediglich ausgetauscht. So löste die „Zr.Ms Snellius” die „Luymes” in der Ostsee ab.

Räumung von Sprengstoff

Die SNMCMG1 ist Teil des am schnellsten verlegbaren Teils der Alliierten Eingreiftruppe. Die Marine stellt der Allianz kontinuierlich Schiffe für die schnell verlegbaren Flotten zur Verfügung. Dies ermöglicht es der NATO, sie direkt für Operationen abzurufen.

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Die Hauptaufgabe der SNMCMG1 ist die Bekämpfung und Räumung von Sprengstoffen in nördlichen Gewässern. Die dafür üblichen Minenbekämpfungsübungen fanden in den vergangenen Tagen statt, wegen der laufenden „Baltic Sentry” allerdings in kleinerem Rahmen als sonst.

Unabhängig von „Baltic Sentry” kehrte in der vergangenen Woche ein weiteres niederländisches Schiff in den Heimathafen Den Helder zurück. Die „Zr.Ms. Groningen” war seit Ende Jänner als Stationsschiff in der Karibik im Einsatz.

Quelle©Defensie.nl