Der griechische Premierminister Kiriakos Mitsotakis kündigte nach einem Treffen mit US-Präsident Trump kürzlich an, Gespräche über eine mögliche Beschaffung von 24 Stück F-35 von Lockheed-Martin aufnehmen zu wollen. Laut dem griechischen Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos auf Sky TV würde ein Geschwader dieser Maschinen der 5. Generation zusammen mit der Infrastruktur mehr als 3 Milliarden Euro kosten, klare Finanzierungsoptionen gäbe es aber erst, nachdem die Gespräche beendet sind. Panagiotopoulos schätzte, dass das Land die F-35 voraussichtlich nach 2024 erwerben wird.

@Georg MaderDer Minister sagte außerdem, dass Griechenland 85 Stück seiner bestehenden F-16C/D-Flotte auf annähernd Block-70 beziehungsweise Viper modernisieren werde, was um ein AESA-Radar herum geschehen und sieben bis acht Jahre dauern werde. Mit der Integration von Zwischenfähigkeiten will die griechische Luftwaffe den Übergang von Kampfflugzeugen der vierten zur fünften Generation vollziehen, parallel dazu wird auch die Modernisierung der Mirage-2000 Kampfflugzeuge vorangetrieben, womit Griechenland gegenüber der Türkei eine regionale Luftüberlegenheit erreichen dürfte.

Das Interesse Griechenlands am JSF Lightning II ist deswegen signifikant, weil der lokale Rivale und Nachbar Türkei nach dem Erwerb der russischen Flugabwehr-Raketensysteme S-400 aus dem Kernprogramm der USAF und mehrerer Alliierter ausgeschieden wird. Über die Möglichkeit, in den USA zudem Kriegsschiffe und andere Waffen zu kaufen, sagte der Minister, es gebe Vorschläge, die zwischen dem Pentagon und der griechischen Regierung erörtert werden sollen. Es gebe zwei Möglichkeiten, militärische Ausrüstung zu erwerben – entweder direkt oder in Form überschüssiger US-Waffen.

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Quelle@Georg Mader
Der Autor ist einer der renommiertesten österreichischen Luftfahrtjournalisten, Korrespondent des britischen Jane’s Defence und schreibt seit vielen Jahren für Militär Aktuell.