Die finnischen und französischen Landstreitkräfte verstärken ihre militärische Zusammenarbeit im finnischen Arktisgebiet. Bis Mai führen sie gemeinsame Militärübungen in Nordfinnland durch. Eine Eliteeinheit der finnischen Armee, die Jaeger-Brigade, die auf Operationen in der Arktis spezialisiert ist und Militärpersonal für raue Bedingungen ausbildet, unterstützt die Ausbildung französischer Kameraden und Verbündeter. Die gemeinsame Übung der finnischen und französischen Streitkräfte findet im Rahmen der NATO-Übung „Cold Response 26” statt.

Als Vertreter Frankreichs nehmen Soldaten des 27. Ranger-Infanteriebataillons an den Übungen teil.

Laut Reportern von ruotuvaki.fi zielen die Übungen darauf ab, die Interoperabilität der verbündeten Streitkräfte zu verbessern und gleichzeitig die Fähigkeiten der französischen Streitkräfte für Einsätze in der Arktis weiterzuentwickeln. Es wird erwartet, dass sich eine kleine Kompanie italienischer Truppen den französischen und finnischen Streitkräften anschließt. Während der gesamten Übung stehen alle teilnehmenden Streitkräfte unter dem Kommando der finnischen Streitkräfte.

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Generalleutnant Patrick Justel, stellvertretender Kommandeur der französischen Landstreitkräfte, betonte die Bedeutung des NATO-Beitritts Finnlands für die Entwicklung der Interoperabilität und verwies auf die zahlreichen Möglichkeiten der militärischen Zusammenarbeit in der Arktis – einem Gebiet, das bereits zu einem Brennpunkt bedeutender europäischer, amerikanischer und russischer geopolitischer Interessen geworden ist.

„Einsätze in Finnland ermöglichen es den Landstreitkräften unserer Länder, sich besser kennenzulernen und sich auf künftige gemeinsame Operationen vorzubereiten. Unsere Zusammenarbeit wurde seit dem NATO-Beitritt Finnlands weiter gestärkt und vertieft. Ausbildung und Übungen geben uns die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Die Übung ‚Cold Response 26’ stärkt unsere Fähigkeit, in der nordischen Region zu operieren, und demonstriert unser Engagement für die Sicherheit der NATO”, erklärte Generalleutnant Patrick Justel.

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Der Kommandeur der finnischen Armee bekräftigte die Bedeutung solcher Übungen für die Förderung der Interoperabilität und des gegenseitigen Lernens unter den NATO-Verbündeten. „Die Übung ‚Cold Response 26’ bietet eine gute Gelegenheit, Operationen im Norden zu trainieren und zu üben – etwas, das die französischen Streitkräfte bereits zuvor getan haben, nun aber in Finnland gemeinsam mit Streitkräften verschiedener verbündeter Nationen. Wenn wir voneinander lernen, sind wir gemeinsam stärker”, so Generalleutnant Pasi Välimäki.

Wie die finnische Armee in einer Aussendung betonte, erfordert die Zusammenarbeit mit nordischen Verbündeten im Winter und möglicherweise auch in den Sommermonaten ein gewisses Maß an Ausbildung. Darüber hinaus ermöglicht diese Zusammenarbeit dem französischen Militär, schnell zu reagieren und Truppen dort einzusetzen, wo nationale Interessen bedroht sind und die Integrität der Verbündeten gefährdet ist.

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