Am Montag wurden im ABC-Abwehrzentrum Korneuburg Soldaten des Bundesheeres für ihren Dekontaminationseinsatz in der Slowakei im März 2025 mit Einsatzmedaillen geehrt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner überreichte außerdem die EU-Zertifikate an die Teams der Austrian Forces Disaster Relief Unit (AFDRU), die nun fixer Bestandteil der europäischen Reaktion auf internationale Katastrophen sind.

„Die Entschlossenheit und Professionalität unserer Soldaten zeigen, dass das Österreichische Bundesheer nicht nur mutiger Verteidiger unseres Landes ist, sondern wir auch jederzeit für humanitäre Einsätze bereitstehen. Die schnelle Einsatzbereitschaft zeigt das Engagement aller, die oft auch unter gefährlichen Bedingungen rasch vor Ort sind um zu helfen”, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. „Österreich trägt mit diesen Zertifizierungen solidarisch zur europäischen Sicherheitspolitik bei.”

Überreichung der Einsatzmedaillen – ©Bundesheer/Karlovits
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner nahm persönlich die Verleihung der Einsatzmedaillen vor.

„Mit den absolvierten Zertifizierungen steht unsere AFDRU-Truppe für internationale und nationale Katastropheneinsätze bereit. Einsätze, die uns bestmöglich auf die militärische Landesverteidigung vorbereiten und es ist ein großes Signal der Solidarität innerhalb der europäischen Familie”, so Oberst Jürgen Schlechter, Kommandant des ABC-Abwehrzentrums.

Im Einsatz dekontaminierten die Soldaten über 6.100 Großfahrzeuge, um die Ausbreitung einer Seuche in der Slowakei und ein Übergreifen auf Österreich zu verhindern. Insgesamt waren 53 Personen und 18 Fahrzeuge beteiligt. Dieser Einsatz war der erste im Rahmen des europäischen Zivilschutzmechanismus. Hierzu gehören auch die Module „Waldbrandbekämpfung”, „Wasseraufbereitung” und „Retten und bergen aus kontaminiertem Gebiet”, für die ebenfalls Zertifizierungsurkunden überreicht wurden.

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Bei der Zertifizierungsübung „Wasseraufbereitung” arbeitete das AFDRU-Kontingent mit dem Samariterbund zusammen. Diese Kooperation verdeutlichte die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen und brachte beiden Seiten konkrete Vorteile.

Die Zertifizierungsübungen bildeten den Abschluss des Einmeldungsprozesses in den europäischen Zivilschutzpool. Damit ist die österreichische Katastrophenhilfeeinheit fixer Bestandteil der europäischen Katastrophenreaktion. Durch den Einsatz des „Dual-Use”-Prinzips, also der Nutzung militärischer Fertigkeiten für Katastrophenhilfe in Friedenszeiten, trägt Österreich solidarisch zur europäischen Sicherheitspolitik bei. Die Erfahrungen aus den Übungen fließen zudem in die militärische Landesverteidigung ein.

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Quelle©Bundesheer/Karlovits