Der tschechische Flugzeughersteller Aero Vodochody erweitert das Einsatzspektrum seines Jet Trainers L-39 Skyfox und präsentiert auf der Dubai Air Show erstmals eine spezialisierte Drohnenjäger-Konfiguration.
Die neue Variante folgt einem klar erkennbaren Trend: Erst vor wenigen Tagen hatte auch Brasiliens Luftfahrtkonzern Embraer seine A-29 Super Tucano als Plattform zur Drohnenabwehr vorgestellt. Das leichte COIN- und Luftnahunterstützungsflugzeug wurde dafür mit lasergelenkten Raketen und in den Tragflächen integrierten Kanonen ausgerüstet – nun zieht Aero nach.
In der statischen Ausstellung der Dubai Airshow zeigt Aero Vodochody eine L-39 Skyfox, die speziell für den Abfang unbemannter Systeme ausgelegt ist. An Bord befinden sich zwei Siebenfach-Werfer für lasergelenkte Thales FZ275LGR, zwei 12,7-Millimeter-MG-Behälter sowie ein Sinab Phoenix Pod mit elektrooptischen und Infrarotsensoren sowie Laserzielbeleuchtung. Ergänzt wird das Setup durch den Scar Pod des österreichischen Unternehmens Airborne Technologies aus Wiener Neustadt, der das Aufklärungs- und Zielerfassungsprofil des Jets erweitert.
Neben den tschechischen Streitkräften setzt auch Ungarn auf die L-39 Skyfox: Budapest übernahm erst im September zwei weitere Maschinen. Insgesamt sollen bis Ende 2028 zwölf Skyfox geliefert werden – acht für die fortgeschrittene Pilotenausbildung und vier in einer aufklärungsspezifischen Variante.
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Aero verzeichnet zudem auch einen ersten Exporterfolg in Asien: Bereits im ersten Jahr nach Programmstart gingen zwölf Maschinen nach Vietnam, wo die Skyfox bereits unter tropischen Einsatzbedingungen operieren.
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