Ein beeindruckendes Arsenal von rund 100 Kampfjets wie F-35, F/A-18 Hornet und Eurofighter sowie Drohnen und Hubschrauber aus 18 NATO-Staaten ist seit Montag in der Umgebung des niederländischen Luftwaffenstützpunkts Leeuwarden im Einsatz. Sie nehmen bis zum 11. April an der NATO-Großübung „Ramstein Flag” teil.

Die niederländischen Luftstreitkräfte als Mitorganisator bringen langjährige Erfahrung mit hochkomplexen Luftkriegsübungen wie „Frisian Flag” mit. Die Übung ist nach dem deutschen Luftwaffenstützpunkt Ramstein benannt, von dem aus die NATO ihre alliierten Luftoperationen koordiniert.

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Für den Kommandeur der niederländischen Luftstreitkräfte, Generalleutnant André Steur, ist „Ramstein Flag” eine besondere Gelegenheit: „,Frisian Flag’ ist seit Jahren ein hochkarätiges Trainingsformat. Dass wir dieses als Vorlage für eine multinationale NATO-Übung nutzen dürfen, ist eine Ehre für die Koninklijke Luchtmacht”, sagte Steur im Vorfeld.

NATO-Luftstreitkräfte als glaubwürdige Abschreckung

Die Übung soll nicht nur die Einsatzbereitschaft, sondern auch die Interoperabilität zwischen den NATO-Luftstreitkräften stärken. Steur betont: „Wenn es ernst wird, sind viele auf uns als Ersthelfer angewiesen – auch noch heute Abend, wenn es sein muss. Die Fähigkeit und der Wille, als alliierte Luftwaffen gemeinsam zu kämpfen, ist das abschreckendste Element der NATO.”

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Realitätsnahes Training bis in die Nacht

„Ramstein Flag” soll ein möglichst realistisches Einsatzszenario abbilden. Dazu gehören auch nächtliche Flüge bis 23.30 Uhr. Ziel ist es, geschlossen aufzutreten, „die Bevölkerung zu beruhigen und die Abschreckungskraft des Bündnisses sichtbar zu machen”, wie es in einer aktuellen Aussendung heißt.

Der Luftwaffenstützpunkt Leeuwarden liegt in unmittelbarer Nähe zu einem großen Übungsgebiet – so geht keine wertvolle Trainingszeit verloren. Darüber hinaus verfügt der friesische Standort über das nötige Know-how, langjährige Erfahrung und die Infrastruktur, um eine Übung dieses Ausmaßes effizient durchzuführen.

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Quelle©Mediacentrum Defensie